Tausende Motorradfahrer demonstrieren in Wiesbaden gegen Fahrverbote

Mainzer Straße zeitweise gesperrt

Tausende Motorradfahrer demonstrieren in Wiesbaden gegen Fahrverbote

Mehrere tausend Motorradfahrer haben am Samstagnachmittag in der Wiesbadener Innenstadt gegen mögliche Fahrverbote demonstriert. Laut Polizei nahmen zwischen 7.500 und 10.000 Biker aus Hessen und Rheinland-Pfalz an der Demonstration teil - doppelt so viel wie angekündigt.

Der Demonstrationszug, organisiert von der Gruppe „Biker for Freedom“, startete an der Mainzer Straße und setzte sich dann in Richtung Schloßplatz in Bewegung. Durch die hohe Teilnehmerzahl musste die Polizei die Mainzer Straße kurzfristig in beide Fahrtrichtungen sperren. Erst gegen 16 Uhr konnte der Verkehr wieder normal fließen. Um die Verkehrslage zu überblicken, setzte die Polizei teilweise auch einen Hubschrauber ein.

Gleichzeit fand eine weitere Demonstration zum Thema „Rassismus, insbesondere Black Lives Matter Bewegung“ am Bahnhofsplatz statt. Hier nahmen laut Polizei etwa 600 Menschen teil. Auch hier kam es zu Verkehrsbehinderungen. Gegen 18 Uhr hatten sich dann die Demonstrationen aufgelöst.

Hintergrund

Der Bundesrat hatte am sich am 15. Mai dafür eingesetzt, durch Motorräder verursachten Lärm zu verringern. Zu den Vorschlägen, die an die Bundesregierung weitergeleitet wurden, gehören unter anderem begrenzte Fahrverbote an Sonn- und Feiertagen, härtere Strafen für Tuner und Maximallautstärkewerte für Neufahrzeuge. Die Gruppe „Biker for Freedom“ stellt sich gegen den Beschluss des Bundesrates und will sich mit ihren Demonstrationen dafür einsetzen, dass Motorradfahrer nicht pauschal verurteilt werden. Ihrer Meinung nach seien die vorhandenen Gesetze und Regeln vollkommen ausreichend. (mm)

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