Bald gibt es Bier aus Bierstadt

Lokale Produkte boomen und Bier geht immer. So oder so ähnlich ist die Idee zu „Bierstadter Gold“ entstanden. Das Bier aus dem namensgebenden Wiesbadener Stadtteil wird bald der erste Gerstensaft sein, der seinen Ursprung in Bierstadt hat.

Bald gibt es Bier aus Bierstadt

Ein Bier aus Bierstadt — das klingt so stimmig und doch sucht man derzeit vergebens danach. Brauereien gibt es in dem Stadtteil nicht, rührt der Name doch auch von irischen Mönchen und trat zunächst als Birgidestad in Erscheinung. Über die Jahre entwickelte sich daraus der heutige Name Bierstadt. Findige Brauer zogen nicht nach, um den Namen für ihre Produkte zu nutzen. Zumindest bis jetzt.

Denn die vier „Bierstadter Jungs“, wie sich die Gründer nennen, René Düvel, Maximilian Gras, Jens Hüttenrauch und Christopher Musche, wollen das ändern. Auch sie stellten sich die Frage: „Wieso gibt es eigentlich noch kein Bier aus Bierstadt?“ Richtig konkret wurden die Pläne, nach Hüttenrauchs USA-Besuchen. „Er konnte dort viele Craft-Bier-Brauereien kennenlernen, die anders als in Deutschland, mehr für ein junges Auftreten mit regionalem Bezug stehen“, so Düvel.

Bier aus der Heimat

„Eine Alternative für des Deutschen liebsten Getränks.“ - René Düvel

Hüttenrauch konnte seine drei Freunde überzeugen und schnell reifte die Idee, ein hochwertiges Bier mit regionalem Bezug an den Markt zu bringen. „Wir sehen den Trend zum regionalem Produkt. So wollen wir — nicht nur — den Wiesbadenern eine coole Alternative für des Deutschen liebsten Getränks bieten“, erklären die Gründer.

Zum Start wird es unter dem Namen „Bierstadter Gold“ zunächst ein klassisches Pils und Zwickel — also etwas milderes, naturtrübes Bier — geben. „Bestimmt werden zu einem späteren Zeitpunkt noch andere Sorten und Varianten dazu kommen“, sagt Düvel. Denkbar sei zum Beispiel ein Hefeweizen.

Viel Arbeit

„Es schmeckt den Leuten.“ - René Düvel

Dass die beiden Start-Sorten gut ankommen, konnten die Bierstädter schon in Erfahrung bringen. Ihre Biere wurden bei Heimspielen des FC 34 Bierstadt ausgeschenkt. „Da haben wir viel gutes Feedback erhalten, wissen wir, dass wir auf dem richtigen Weg sind und es den Leuten schmeckt“, sagt Düvel.

Bis eine breitere Masse in den Genuss von „Bierstadter Gold“ kommen kann, wird es aber noch etwas dauern. Der nächste Schritt für die Gründer besteht derzeit darin, die ersten Chargen Flaschenbiere zu produzieren und passende Vertriebspartner zu finden, damit das Bier an möglichst vielen Orten angeboten werden kann.

Die wichtigsten Schritte haben die vier Bierstadter aber schon erledigt: „Hinter uns liegen bereits der ganze Prozess der Unternehmensgründung, Herstellung von Etiketten und anderen Werbemitteln, sowie natürlich das Finden einer passenden Brauerei, mit der wir zusammenarbeiten können, um beste Qualität und Geschmack zu garantieren“, erklärt Düvel. Für die Vollzeit-Angestellten eine langwierige und auch finanzielle Herausforderung.

Wann genau „Bierstadter Gold“ in den freien Verkauf kommt, lässt sich derzeit noch nicht abschätzen. Zum Start soll es aber in jedem Falle eine oder mehrere Release-Parties in Wiesbaden geben. „Wir rechnen mit Anfang November“, so Düvel. Wer so lange nicht warten möchte, kann das „Bierstadter Gold“ schon vorher auf verschiedenen Festen in der Stadt, dem Sportplatz in Bierstadt oder durch Bestellung eines 30 Liter-Fasses probieren. (js)

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