Wie sechs Wiesbadener Hunde alten Menschen helfen

In Wiesbaden gibt es sechs Hunde, die bei den Maltesern speziell als Besuchs- und Begleithund ausgebildet wurden. Sie bereiten alten und kranken Menschen Freude.

Wie sechs Wiesbadener Hunde alten Menschen helfen

Paco und seine fünf Kollegen haben eine lange, anstrengende Ausbildung hinter sich. Acht Monate lang dauerte die Vorbereitung auf ihren neuen Job. Seit Februar dieses Jahres ist es endlich so weit: Sechs Hunde stehen nun im Dienst der Wiesbadener Malteser, sie sind dort als offiziell ausgebildete Begleithunde tätig.

Kai Stöber leitet den Besuchs- und Begleitdienst mit Hund (BBD), so der offizielle Name der Aktion, der Malteser in Wiesbaden. Er ist überzeugt davon, dass Hunde über spezielle Fähigkeiten verfügen, Geist, Körper und Seele eines Menschen aufs Tiefste zu berühren.

Freudiges Beschnüffeln

Und tatsächlich: Wenn Stöber mit seinen Vierbeinern das Wiesbadener Antoniusheim besucht, warten die Bewohner schon auf die Hunde. „Na, da bist du ja endlich wieder“, sagt eine Frau, die freudestrahlend Paco begrüßt. Der beschnüffelt die Frau neugierig und beide sind glücklich.

„Viele Bewohner kennen die Hunde bereits und freuen sich jedes Mal aufs Neue, wenn sie sie streicheln können“, erklärt Barbara Reichwein vom Bistum Limburg. Bevor die Hunde ihren Dienst angetreten haben, wurden sie in der Wiesbadener Bonifatiuskirche gesegnet.

Hunde helfen

„Es ist erstaunlich, welche Wirkung diese Hunde haben.“ - Michael Portz, Antoniushaus

Michael Portz, Pflegedirektor und Geschäftsführer des Antoniushauses, ist begeistert von dem ehrenamtlich angebotenen Begleitdienst: „Es ist erstaunlich, welche Wirkung diese Hunde haben. Es gibt Bewohner, die sich nach dem Hundebesuch schmerzfreier bewegen können oder auf einmal wieder sprechen“, sagt er.

Dabei bietet das Antoniushaus jedem der 100 Bewohner die Möglichkeit, etwas Zeit mit den Tieren zu verbringen. Wer noch mobil und fit ist, kann etwa auf der Terrasse mit den Hunden spielen und kuscheln. In der Oase, einem Ruheraum für Bettlägrige, dürfen die Hunde sogar mit ins Bett.

Stöber freut es, dass der BBD so gut ankommt und auch angenommen wird. Aufgrund der positiven Erfahrungen will er die Aktivitäten der Hundestaffel demnächst ausweiten. Geplant sei, auch in Kinderhorte und Einrichtungen für Menschen mit geistiger und körperlicher Behinderung zu gehen. (nl/lp)

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