Es wird teurer: Gebühren für Abfall und Abwasser in Wiesbaden steigen

Grund sind verschiedene Kostenfaktoren

Es wird teurer: Gebühren für Abfall und Abwasser in Wiesbaden steigen

Die Gebühren für Abfälle sowie Schmutz- und Niederschlagswasser werden in Wiesbaden ab dem 1. Januar 2022 angehoben. Das beschlosss der Magistrat der Stadt Wiesbaden.

Wie die Stadt mitteilt, sind die Gebühren im Gegensatz zu Steuern zweckgebunden und decken die Kosten ihrer jeweiligen Bestimmung. Darunter zählen unter anderem die Kosten für die Instandhaltung des rund 800 Kilometer langen Wiesbadener Kanalnetzes, die Reinigung des Abwassers, die Sauberkeit der Straßen, Grünflächen und Spielplätze der Stadt sowie die Sammlung und ordnungsgemäße Entsorgung der in Wiesbaden anfallenden Abfälle. Deshalb müssten die Gebühren regelmäßig an die allgemeine Kostenentwicklung angepasst werden.

Bei den Schmutz- und Niederschlagswassergebühren fallen neben gestiegenen Löhnen im Wesentlichen höhere Kosten für Erneuerung beziehungsweise Sanierung der Kanalisation und des Hauptklärwerks ins Gewicht. Der Gebührensatz für Schmutzwasser wird von 2,32 Euro je Kubikmeter auf 2,40 Euro und der für Niederschlagswasser von 0,76 Euro je Quadratmeter abflusswirksamer Fläche und Jahr auf 0,80 Euro je Quadratmeter erhöht. Das ergibt eine Gebührenerhöhung von rund 3,8 Prozent.

Im Fall der Straßenreinigungsgebühren machen die allgemeinen Kostensteigerungen (unter anderem gestiegene Personalkosten, höhere Kraftstoffkosten) eine Anhebung der Gebührensätze um durchschnittlich 3,7 Prozent erforderlich. Auch bei den Abfallgebühren sind gestiegene Löhne und höhere Kosten für Kraftstoffe Anlass für die notwendige Gebührenanpassung. Dazu kommen weitere Faktoren: die Ausweitung der 14-täglichen Leerung der Altpapierbehälter auf das gesamte Stadtgebiet sowie steigende Entsorgungskosten für diverse Abfallfraktionen.

Die Gebühren richten sich dabei nach der Größe der Restabfallbehälter (120-Liter- bis 1.100-Liter-Behälter) und schließen unter anderem die Leerung der Bioabfall- und Altpapierbehälter, die Sperrmüllsammlung, die Nutzung der Wertstoffhöfe sowie der Sonderabfallannahme mit ein. Die Gebührensätze für die unterschiedlichen Behälter steigen um rund 3,6 Prozent.

Detaillierte Informationen zu den Gebühren gibt es hier.

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