Corona-Lockerungen: Das bedeuten sie für Hessen

Nach der Telefonkonferenz der Regierungschefs am Mittwoch sind für Hessen einige Entscheidungen zu Lockerungen der Corona-Maßnahmen gefallen. Details sollen am Donnerstag geklärt werden.

Corona-Lockerungen: Das bedeuten sie für Hessen

Nachdem Bund und Länder weitere Corona-Lockerungen entschieden haben (wir berichteten), hat nun auch der hessische Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) über die konkrete Situation in Hessen informiert.

Demnach zeige sich in Hessen ein deutlicher Rückgang an Corona-Neuinfektionen. Bouffier führt diese Zahlen auf die zuletzt drastischen Maßnahmen in Hessen zurück, betonte jedoch auch, dass eine Lockerung in vielen Bereichen jetzt möglich ist.

Geschäfte

So dürfen in Hessen nun alle Geschäfte – unabhängig von Größe und Sortiment – wieder eröffnen. Voraussetzung für den Empfang von Kunden im Laden seien jedoch strenge Hygieneauflagen. Zudem müsse die Zahl der Kunden, die gleichzeitig einkaufen dürfen, an die Quadratmeterzahl des Verkaufsraumes angepasst werden. Bouffier sprach dabei von 10 bis 20 Quadratmetern pro Person. In den Läden – so wie auch in öffentlichen Verkehrsmitteln – gilt dabei weiterhin die Maskenpflicht.

Sport

Profisport soll ab Mitte Mai wieder möglich sein. Dann dürfen unter anderem wieder Spiele der ersten und zweiten Bundesliga stattfinden. Die genauen Termine legt dabei die Liga fest. „Das gilt aber natürlich nicht nur für Fußball, sondern auch für andere Profisportarten“, betonte Bouffier, der auch darauf hinwies, dass der Sport im Profibereich als Beruf anzusehen ist und somit auch wirtschaftlich-existenzielle Grundlage für die Sportler ist. Über Maßnahmen, die eine Wiedereröffnung von Fitnessstudios noch im Mai ermöglichen können, will das Corona-Kabinett am Donnerstag beraten.

Gastronomie

Über die Wiedereröffnung von Restaurants, Cafés und Hotels wird das Corona-Kabinett erst am Donnerstag abstimmen. Orientieren wolle man sich bei der Entscheidungsfindung an den Empfehlungen der Wirtschaftsministerkonferenz. Öffnungen im Laufe des Mais sind laut Bouffier wahrscheinlich. Gleiches gelte für Campingplätze und ähnliche Einrichtungen, die Gäste und Touristen empfangen. Ab wann und unter welchen Auflagen Großveranstaltungen mit bis zu 100 Teilnehmern wieder stattfinden können, will das Corona-Kabinett am Donnerstag klären.

Schulen und Kitas

Bei der Fortsetzung des Schulunterrichts greift ein Stufenplan. Ab dem 18. Mai sollen Schüler der Sekundarstufe I einen eingeschränkten Unterricht in den Klassenräumen erhalten, ebenso die Viertklässler, die nach den Sommerferien auf eine weiterführende Schule wechseln. In einem zweiten Schritt sollen die restlichen Schüler der Grundschule am 2. Juni wieder zurück in die Schulen kommen. „Der Unterricht dort ist natürlich kein klassischer, normaler Unterricht“, so Bouffier. Er sei weiterhin an strenge Hygieneauflagen gebunden. Die konkrete Umsetzung hänge zum einen von den Räumlichkeiten der einzelnen Schulen ab, zum anderen von der Anzahl der verfügbaren Lehrkräfte.

In den Kitas soll der Regelbetrieb am 2. Juni weitergehen. Bis dahin bleibt die aktuelle Notbetreuung für Kinder von Eltern mit sogenannten systemrelevanten Berufen und von Alleinerziehenden bestehen.

Kontaktbeschränkungen

Außerdem bleiben die Kontaktbeschränkungen in ganz Deutschland bis zum 5. Juni bestehen. Allerdings dürfen sich künftig auch Angehörige von zwei Haushalten treffen. Zudem soll es eine „Corona-Obergrenze“ geben: In Landkreisen oder kreisfreien Städten mit mehr als 50 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohnern innerhalb von sieben Tagen sollen Beschränkungen lokal wieder verschärft werden. (rk)

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