Corona: Bundesregierung schränkt öffentliches Leben drastisch ein

Viele Bereiche des öffentlichen Lebens eingeschränkt

Corona: Bundesregierung schränkt öffentliches Leben drastisch ein

Um die Ausbreitung des Coronavirus’ einzudämmen, haben die Bundesregierung und die Regierungschefs der Bundesländer am Montag noch einmal schärfere Maßnahmen ergriffen. Dazu wurden weitere Beschränkungen im öffentlichen Bereich vereinbart:

Ausdrücklich nicht geschlossen wird der Einzelhandel für Lebensmittel, Wochenmärkte, Abhol- und Lieferdienste, Getränkemärkte, Apotheken, Sanitätshäuser, Drogerien, Tankstellen, Banken und Sparkassen, Poststellen, Frisöre, Reinigungen, Waschsalons, der Zeitungsverkauf, Bau-, Gartenbau- und Tierbedarfsmärkte und der Großhandel.

Vielmehr sollten für diese Bereiche die Sonntagsverkaufsverbote bis auf weiteres grundsätzlich ausgesetzt werden. Eine Öffnung der genannten Einrichtungen erfolgt unter Auflagen zur Hygiene, zur Steuerung des Zutritts und zur Vermeidung von Warteschlangen. Dienstleister und Handwerker können ihrer Tätigkeit weiterhin nachgehen. Alle Einrichtungen des Gesundheitswesen bleiben unter Beachtung der gestiegenen hygienischen Anforderungen geöffnet.

Geschlossen werden:

  • Bars, Clubs, Diskotheken, Kneipen und ähnliche Einrichtungen

  • Theater, Opern, Konzerthäuser, Museen und ähnliche Einrichtungen

  • Messen, Ausstellungen, Kinos, Freizeit- und Tierparks und Anbieter von Freizeitaktivitäten (drinnen und draußen), Spezialmärkte, Spielhallen, Spielbanken, Wettannahmestellen und ähnliche Einrichtungen

  • Prostitutionsstätten, Bordelle und ähnliche Einrichtungen

  • eingestellt wird der Sportbetrieb auf und in allen öffentlichen und privaten Sportanlagen, Schwimm- und Spaßbädern, Fitnessstudios und ähnliche Einrichtungen

  • geschlossen alle weiteren nicht genannten Verkaufsstellen des Einzelhandels, insbesondere Outlet-Center.

Außerdem werden Zusammenkünfte in Vereinen und sonstigen Sport- und Freizeiteinrichtungen sowie die Wahrnehmung von Angeboten in Volkshochschulen, Musikschulen und sonstigen öffentlichen und privaten Bildungseinrichtungen im außerschulischen Bereich sowie Reisebusreisen verboten. Auch Zusammenkünfte in Kirchen, Moscheen, Synagogen und die Zusammenkünfte anderer Glaubensgemeinschaften sind untersagt.

Darüber hinaus wurde festgehalten, dass Restaurants nur noch zwischen 6 Uhr und 18 Uhr öffnen sollen, Besuchszeiten in Krankenhäusern eingeschränkt werden und Übernachtungsangebote im Inland nur zu notwendigen und ausdrücklich nicht zu touristischen Zwecken genutzt werden können. Der Betrieb in Universitäten, Schulen und Kindergärten soll nicht komplett eingestellt werden, es soll aber ein ein generelles Betretungsverbot für Personen geben, die sich in den letzten 14 Tagen in Risikogebieten im Ausland oder besonders betroffenen Regionen im Inland nach RKI-Klassifizierung aufgehalten haben. Ab wann die Regelungen gelten, müssen die Länder selbst entscheiden. (nl)

Logo