Mutwillig zerstört: Plakate zur Impf-Kampagne in Wiesbaden abgerissen

Entweder hängen sie noch in Fetzen an Laternenmasten oder liegen komplett abgerissen im Gebüsch. In Wiesbaden sind viele Plakate, die für die Impf-Kampagne werben, mutwillig zerstört worden. Für Oberbürgermeister Mende ist klar, wer die Täter sind.

Mutwillig zerstört: Plakate zur Impf-Kampagne in Wiesbaden abgerissen

Waren es Impfgegner oder einfach nur blinde Zerstörungswut? In Wiesbaden sind jedenfalls in den vergangenen Tagen einige Plakate beschädigt oder abgerissen worden, die für die Impfkampagne werben. Die Stadt Wiesbaden nimmt diese Vorfälle sehr ernst. Wie es jetzt weitergehen soll.

OB Mende: „Impfgegner haben Plakate zerstört“

Wie ein Sprecher der Stadt erklärt, sei sehr wohl bekannt, dass einige Plakate der Impf-Kampagne zerstört wurden. Wie viele Plakate es bisher seien, lasse sich aber nicht sagen, da darüber keine Statistik geführt würde. „Ortsmäßige Schwerpunkte sind der Stadt aber durchaus bekannt, zum Beispiel wurden am Mittwoch zahlreiche Plakate in der Taunusstraße zerstört. Auch am Bismarckring, am Loreleiring und in der Lahnstraße wurden viele Plakate zerstört“, erklärt der Sprecher.

Die Stadt will nach Möglichkeit nun hart durchgreifen. „Werden Personen bei der Zerstörung von Plakaten angetroffen, erstattet die Landeshauptstadt Wiesbaden Anzeige.“ Sei dies nicht der Fall, behalte sich die Stadt es vor, Anzeige gegen Unbekannt zu erstatten.

Oberbürgermeister Gert-Uwe Mende (SPD) kritisiert die Verwüstungen indes aufs Schärfste und legt sich bei den möglichen Tätern bereits fest: „Es ist erschreckend, dass Impfgegner Plakate mutwillig zerstören.“ Es handle sich nach Wahrnehmung der Verwaltung dabei um eine kleine Minderheit. Insgesamt schätzt Mende die Kampagne jedoch als Erfolg ein. „Wir als Stadt haben bisher vor allem positive Rückmeldungen zur Impfkampagne erhalten.“

Unabhängig von den zerstörten Plakaten sei aber ohnehin bereits geplant gewesen, den Schwerpunkt der Kampagne in den kommenden Tagen und Wochen auf digitale Anzeigentafeln und soziale Netzwerke zu legen, so der Stadtsprecher. Aus diesem Grund würden nun auch keine neuen Plakate mehr aufgehängt.

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