Wiesbadener Food-Tester: „Bei vegetarisch hagelt es Beleidigungen“

Der Wiesbadener Youtube-Star und Food-Fluencer Bernd Zehner ist vom Nachrichten-Magazin „Spiegel“ begleitet worden. Er verrät, warum manche Wirte vor ihm Panik bekommen und wieso er auf vegane Tests verzichtet.

Wiesbadener Food-Tester: „Bei vegetarisch hagelt es Beleidigungen“

Als Essens-Tester und Food-Influencer hat sich der gebürtige Wiesbadener Bernd Zehner seit Jahren einen Namen gemacht. Auf Youtube folgen dem gelernten Koch mehr als 600.000 Abonnenten und gucken seine Videos hunderttausendfach. Nun hat Zehner dem Nachrichten-Magazin „Spiegel“ einen Einblick in seine Arbeit gegeben. Auf einer Foodtour über den Wiesbadener Sternschnuppenmarkt sprach er über die Reaktionen von Gastronomen, seine Prinzipien und die Vorlieben seiner Zuschauer.

Klare Kante bei Geld und veganem Essen

Wie das Blatt berichtet, seien die Reaktionen der Wirte gemischt, wenn Zehner mit seinem Kamerateam auftaucht. „Manche freuen sich ein zweites Arschloch, wenn wir kommen“, erklärt der Influencer. Schließlich biete ein Besuch die Chance, sich einem großen Publikum zu präsentieren, weshalb sich die meisten Gastronomen besonders viel Mühe geben würden. Andere hingegen reagieren weniger erfreut: „Einige bekommen Panik, weil sie wissen: Wenn ein großer Foodfluencer da ist, hat das Konsequenzen.“

Bezahlte Rezensionen lehnt der Essenstester grundsätzlich ab, um seine Glaubwürdigkeit nicht zu gefährden, wie es in dem Interview heißt. Seine Haltung dazu bringt er deutlich zum Ausdruck: „Wenn es mir nur ums Geld ginge, würde ich mit meiner Frau in Dubai sitzen, keine Steuern mehr zahlen und goldene Fürze lassen.“

Auch zu veganen oder vegetarischen Gerichten hat Zehner eine klare Meinung – und testet diese bewusst nicht. Der Grund dafür sei die Reaktion seiner Zuschauer. „Bei Fisch schalten sie das Video ab, bei vegetarisch hagelt es Beleidigungen in den Kommentaren. Und bei vegan entfolgen sie mir“, berichtet er dem „Spiegel“. Er selbst habe auch keine Lust, sich mit diesen Themen zu befassen und sich „vom vermeintlichen Zeitgeist geißeln zu lassen“.