Ordnungsamt: Wiesbadener halten sich an die Maskenpflicht

In den Wiesbadener Geschäften sind bisher kaum Verstöße gegen die Maskenpflicht aufgefallen. Das Ordnungsamt zeigt sich zufrieden, will aber auch weiterhin kontrollieren.

Ordnungsamt: Wiesbadener halten sich an die Maskenpflicht

Masken, Visiere und Plexiglasscheiben — die Schutzmaßnahmen in Supermärkten und Geschäften sind inzwischen nicht nur Pflicht, sondern mittlerweile auch zum Alltag in Wiesbaden geworden. Ob sich auch jeder daran hält, kontrolliert in Wiesbaden das Ordnungsamt.

Regelmäßige Kontrollen

Und bisher zeigen sich die Beamten zufrieden. „In den Geschäften können wir von Seiten der Stadtpolizei sowohl bei den Mitarbeitern als auch bei den Kunden eine hohe Disziplin feststellen“, fasst Ralf Wagner vom Ordnungsamt auf Nachfrage von Merkurist die bisherigen Ergebnisse der Überprüfungen zusammen. So habe es seit Einführung der Maskenpflicht im April insgesamt 338 Kontrollen in den Betrieben gegeben. Dabei wurden laut Wagner nur 29 Verstöße festgestellt.

Dabei gehen die Beamten stichprobenartig vor und kündigen ihre Kontrollen nicht an. Wenn Kunden regelmäßige Verstöße in einem Geschäft feststellen, so Wagner, können sie das Ordnungsamt unter der Rufnummer (0611) 314444 kontaktieren. „Wir werden dann Kontrollen durchführen“, erklärt er. Wenn eine Streife des Ordnungsamtes ebenfalls Verstöße feststellt, werde das Gesundheitsamt informiert. Dann können Bußgelder anfallen.

Umstellung für Mitarbeiter

Für die Mitarbeiter im Einzelhandel sei es vor allem in den ersten Wochen schwer gewesen, sich an die neue Pflicht zu gewöhnen, sagt Jana Albrecht, Sprecherin beim Handelsverband Hessen. „Bei der Verrichtung von Arbeiten über längere Zeiträume, insbesondere bei körperlichen Belastungen, kann das dauerhafte Tragen einer Mund-Nasenbedeckung sehr anstrengend werden“, erklärt sie und bezieht sich dabei vor allem auf Tätigkeiten wie das Einräumen von Regalen oder Umräumarbeiten während der Öffnungszeiten.

„Aus diesem Grund hat sich der Handelsverband Hessen mit Unterstützung der Hessischen Landesregierung dafür eingesetzt, dass Gesichtsvisiere als Ersatz von Masken getragen werden können“, erzählt Albrecht. Seit Mai sind diese in Hessen als Bedeckung für Mund und Nase nun ebenfalls zulässig und können von Mitarbeitern wie auch von Kunden als Ersatz für eine Maske getragen werden (wir berichteten). (ts)

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