„Querdenker“ greifen Polizisten an

Drei Strafverfahren eingeleitet

„Querdenker“ greifen Polizisten an

Bei einer Demo der Gruppierung „Querdenken 611“ am Dienstag in Wiesbaden ist es zu Auseinandersetzungen zwischen einigen Demonstranten und eingesetzten Polizisten gekommen. Zuvor hatten die Teilnehmer immer wieder gegen die Versammlungsauflagen verstoßen.

Die Polizei spricht von rund 150 Personen, die unter dem Thema „Masken weg von unsseren Kindern“ zwischen 14 Uhr und 16:30 Uhr auf den Luisenplatz kamen. Die Stadt Wiesbaden hatte die Demonstration genehmigt, die Teilnehmer mussten allerdings einen Mund-Nase-Schutz tragen und den Mindestabstand von 1,50 Metern zu anderen Personen einhalten.

Wie die Polizei erklärt, hätte ein Großteil der Versammlungsteilnehmer ein ärztliches Attest vorzeigen können, das sie vom Tragen eines Mund-Nase-Bedeckung befreite. Teilnehmer ohne Attest hielten sich zunächst noch an die Maskenpflicht. Nachdem jedoch mehrere Redner auf der Bühne dazu aufgerufen hatten, die Masken abzulegen, kamen mehrere Teilnehmer dieser Aufforderung nach und gerieten deshalb mit der Polizei aneinander.

Neben den abgelegten Masken wurden auch die Mindestabstände nicht mehr eingehalten. Insgesamt zwei Personen mussten von der Polizei abgeführt werden, weil diese sich auch nach mehrfachem Aussprechen eines Platzverweises nicht entfernen wollten. In einem Video ist zu sehen, wie es daraufhin zu kleineren Rangeleien zwischen den Teilnehmern und den Polizisten kommt. Außenstehende solidarisierten sich mit den teilweise auf den Boden gebrachten Demonstrationsteilnehmern. Durch den Einsatz eines Lautsprecherwagens konnte die Polizei die umstehenden Personen aufklären und die Situation wieder beruhigen, sodass die Veranstaltung fortgesetzt werden konnte.

Zwei Beamte wurden von zwei weiteren Teilnehmern angegriffen. Es wurden insgesamt drei Strafverfahren wegen tätlichen Angriffs auf Polizeibeamte in Verbindung mit versuchter Gefangenenbefreiung, Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte und Verstoß gegen das Waffentrageverbot bei Versammlungen eingeleitet, da eine der Personen ein Messer mit sich führte.

Die Polizei hatte aber auch im Anschluss noch einiges zu tun, musste mehrfach die Einhaltung der Auflagen ansprechen. Einzelne Teilnehmer widersetzten sich diesen wiederholt.

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