Fahren die Wiesbadener tatsächlich am liebsten mit dem Auto?

In einer umfangreichen Befragung wollte das statistische Amt herausfinden, wie die Wiesbadener in die Innenstadt kommen. Die Ergebnisse wurden nun veröffentlicht.

Fahren die Wiesbadener tatsächlich am liebsten mit dem Auto?

Vor knapp einem Jahr wurden mehr als 1500 Wiesbadener dazu befragt, mit welchen Verkehrsmitteln sie die Stadt erreichen. Die Ergebnisse des Forschungsprojekts „Wiesbadener Innenstadt im Wandel“ liegen nun vor – und halten einige Überraschungen bereit.

Vor allem junge Menschen bewegen sich demnach besonders umweltfreundlich: 41 Prozent der 19- bis 25-Jährigen kommen mit Bus und Bahn in die Innenstadt, bei den unter 18-Jährigen sind es sogar 52 Prozent. Hingegen ist die Zahl der autofahrenden Wiesbadener bei den 46- bis 55-Jährigen am höchsten: Mehr als ein Drittel (36 Prozent) sind mit dem eigenen Kfz unterwegs.

Viele Fußgänger

Besonders hoch ist die Zahl der Fußgänger, vor allem bei den Senioren: 62 Prozent der über 65-Jährigen sind als Fußgänger unterwegs, bei den 56- bis 65-Jährigen ist es fast die Hälfte, ebenso bei den 26- bis 45-Jährigen. Bei den Wiesbadenern, die im Stadtgebiet wohnen, liegt der Anteil der Fußgänger insgesamt bei 54 Prozent. Zum Vergleich: Die Menschen, die außerhalb wohnen, nutzen zu fast 50 Prozent das Auto, zu 42 Prozent den ÖPNV. Nur fünf Prozent von ihnen gehen zu Fuß oder nutzen das Fahrrad. Durchschnittlich fährt etwa jeder zehnte Wiesbadener mit dem Fahrrad (Ausnahme sind die Senioren).

Zwischen Männern und Frauen gibt es übrigens kaum Unterschiede bei der Wahl der Verkehrsmittel. Die größte Differenz weist die Fahrt mit dem ÖPNV auf (Frauen: 30 Prozent, Männer: 22 Prozent).

Das Forschungsprojekt „Wiesbadener Innenstadt im Wandel“ wurde im Amt für Statistik und Stadtforschung konzipiert, in Kooperation mit dem Geographischen Institut der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. 1592 Innenstadtbesucher hatten im Sommer 2021 daran teilgenommen. Die kompletten Ergebnisse könnt ihr hier einsehen.

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