200 Bäume müssen wegen gefährlicher Rußrindenkrankheit gefällt werden

Bei Baumkontrollen im Bereich Fort Biehler in Kastel sind an verschiedenen Stellen von der Rußrindenkrankheit erkrankte Ahornbäume festgestellt worden. Diese müssen nun entfernt werden.

200 Bäume müssen wegen gefährlicher Rußrindenkrankheit gefällt werden

Ab Montag, den 17. Juni, lässt die Stadt Wiesbaden insgesamt 200 Bäume fällen. Sie sind von der Rußrindenkrankheit befallen, die sowohl für die Gewächse als auch für den Menschen gefährlich sein kann.

Bei dem Phänomen handelt es sich um eine Pilzerkrankung. Sie wird von einem Pilz verursacht, der als Schwächeparasit auftritt. Von ihm befallen werden nur Ahornbäume. Der heiße und trockene Sommer im vergangenen Jahr lieferte dem Pilz nahezu ideale Bedingungen, um sich in den gestressten Bäumen auszubreiten.

Infizierte Bäume kann man erst im fortgeschrittenen Stadium erkennen. Sichtbar wird der Befall an Blasen in der Rinde, die aufplatzen und schwarz-braunen Sporenstaub freilegen. Der darunter liegende Stamm wirkt rußgeschwärzt. Für einen Baum endet die Krankheit immer tödlich, in der Endstufe des Befalls besteht zudem Gefahr, dass Kronenteile abbrechen.

Aber auch für den Menschen kann die Krankheit gesundheitliche Folgen haben. Menschen mit chronischen Atemwegserkrankungen oder allergischen Vorbelastungen wird empfohlen, die Bäume zu meiden. Auch weniger empfindliche Personen und Kinder sollten ihnen nicht zu nahe kommen und den Pilz auf keinen Fall anfassen. Die Sporen können beim Einatmen schwere Entzündungen der Lungenbläschen hervorrufen. Die Folgen sind oft Atemnot, Fieber, Schüttelfrost und Reizhusten.

200 Bäume müssen weg

Wegen der Krankheit müssen insgesamt 200 Bäume im Bereich des Wäldchens am Fort Biehler gefällt werden, davon bis zu 50 innerhalb der Fläche des Naturdenkmalbestandes. Der Bestand des Denkmals wird dadurch aber nicht in Frage gestellt, da die Bäume nur einen untergeordneten Anteil des Bewuchses Bilden. Die entstandenen Lücken werden sich wieder von selbst schließen.

Bei den Fällarbeiten muss der gesundheitsschädliche Sporenflug so weit wie möglich vermieden werden. Die ausführenden Personen müssen daher Schutzmaßnahmen einhalten und den Arbeitsbereich absperren. Der Baumschnitt wird vor Ort intensiv bewässert und nass gehäckselt. Anschließend erfolgt der Abtransport in geschlossenen Containern zur thermischen Verwertung im Kraftwerk. (nl)

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