Wiesbadener Salzbachtalbrücke: Sperrung wird länger dauern

Gutachter im Einsatz

Wiesbadener Salzbachtalbrücke: Sperrung wird länger dauern

Die Salzbachtalbrücke bei Wiesbaden wird vorerst aus Gründen der Sicherheit bis auf Weiteres gesperrt bleiben. Das meldet die Deutsche Presseagentur dpa. Am Freitagnachmittag waren an einem Brückenpfeiler Risse entdeckt worden, zudem fielen Betonbrocken hinunter (wir berichteten).

Wie ein Sprecher der Autobahn GmbH des Bundes am Samstag der dpa nun vor Ort mitteilt, könne derzeit nicht prognostiziert werden, wie lange die Sperrung dauern werde. Dazu müsse erst einmal das „Schadensbild umfangreich geprüft werden“. Dazu soll jetzt ein Gutachten angefertigt und ein Konzept erstellt werden, wie es weitergehe.

Wie der Sprecher gegenüber der dpa sagt, müsse nun geschaut werden, inwieweit der nördliche Überbau, über den die Fahrzeuge fahren, von den Schäden auch tangiert sei. Gutachter und Experten müssten jetzt ein Konzept erstellen und sich abstimmen. „Das sind keine Kleinigkeiten“, zitiert die Nachrichtenagentur den Sprecher. Die Sicherheit gehe in diesem Fall aber vor.

Laut dpa hatte die Sperrung der Brücke am Samstag zu Verkehrsbehinderungen geführt. Der Verkehr staute sich vor den Ableitungen. Sowohl die A66 als auch die unter der Brücke verlaufende B263 seien jeweils in beide Fahrtrichtungen gesperrt. Zudem sei der Bahnverkehr ab Hauptbahnhof Wiesbaden eingeschränkt - denn unter der Brücke laufen die Gleise.

Wie die „FAZ“ berichtet, rechnet auch die Polizei in Mainz mit größeren Auswirkungen auf den Verkehr ab Montag. So werde erwartet, dass viele Berufstätige dann nicht über die Schiersteiner Brücke nach Frankfurt fahren, sondern vermehrt über die Weisenauer Brücke. Der Bahn-Verkehr sei derzeit zwischen dem Hauptbahnhof Wiesbaden und Wiesbaden-Ost gesperrt. Die S-Bahnen aus Mainz führen nun bis Wiesbaden-Ost und dann weiter nach Frankfurt. Der Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV) teilt indes mit, dass der Halt „Wiesbaden Hauptbahnhof“ entfällt. Einzelne Linien enden in „Wiesbaden Ost“. Betroffen sind die Linien RE9, RB10, RB75, S1, S8 und S9. Weitere Informationen gibt es hier.

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