Salzbachtalbrücke wird vor Freigabe „feierlich“ eröffnet – aber warum?

In genau zwei Wochen soll der erste Teil der Salzbachtalbrücke wieder für den Autoverkehr freigegeben werden. An diesem Tag wird es auch eine „feierliche Eröffnung“ geben. Viele fragen sich, wieso die Brücke nicht einfach über Nacht geöffnet wird.

Salzbachtalbrücke wird vor Freigabe „feierlich“ eröffnet – aber warum?

Etwas mehr als zwei Jahre nach der Sprengung der Salzbachtalbrücke soll nun das neue südliche Bauwerk freigegeben werden. Noch vor Weihnachten, genauer gesagt am 18. Dezember, so der Plan, soll der Verkehr jetzt wieder auf der A66 rollen. Dann werde die Brücke mit einer „feierlichen Verkehrsfreigabe“ eröffnet, teilten die Stadt Wiesbaden und die Niederlassung West der Autobahn GmbH des Bundes zuletzt mit. Leser Pepe fragt sich aber nun, warum die Brücke nicht einfach freigegeben wird, also ohne Eröffnungsfeier.

Warum die Feier?

Wieso man die Fahrbahn nicht ohne großes Aufsehen freigibt, könne er nicht so recht nachvollziehen. „Auch eine völlig überflüssige Feierlichkeit braucht Zeit, in der tausende unnötig im Stau stehen, bis endlich das blöde Bändchen zerschnitten und die Sektflaschen weggeräumt sind“, so Pepes Meinung. Andere Leser bewerten die Situation etwas unterschiedlicher. So meint Bernd: „Man kann den Bauarbeitern, die sich ein Jahr lang den Hintern abgeschuftet haben, damit die Wiesbadener Dauerpendler wieder schnell auf der Arbeit sind, auch mal eine kleine Party gönnen, oder?“

Und Leserin Sally kommentiert zu Bernds Meinung: „Nur dass die fleißigen Bauarbeiter nichts von der Feier haben. Feiern und Abklatschen tun sich die Politiker und Manager selbst und gegenseitig, und vergessen dabei gerne, dass sie den teuren Shit verzapft haben.“ Und was sagt nun die Autobahn GmbH, wieso eine „feierliche Eröffnung“ stattfindet?

Auf Anfrage teilt ein Sprecher mit, dass die Verkehrsfreigabe eine enorme Bedeutung für alle Beteiligten und Betroffenen habe. „Dies wird durch die ‘offizielle’/’feierliche’ Verkehrsfreigabe gewürdigt.“ Für diese sei dann ein „klassischer Ablauf“ mit kurzen Redebeiträgen geplant. Dabei sollen die am Bau beteiligten Institutionen sowie in diesem Fall die „betroffene Kommune“ zu Wort kommen. Anschließend werde das Band durchgeschnitten.

Zudem gibt der Sprecher noch an, dass umfangreiche, noch abzuschließende Arbeiten keine Freigabe vor dem 18. Dezember erlaubten. Doch man werde die angekündigte Punktlandung im Dezember 2023 erreichen.