So steht es um die Pläne für die neue Gastronomie am Schiersteiner Osthafen

Eigentlich sollte schon in diesem Sommer ein neues Restaurant mit Rheinterrasse am Osthafen in Schierstein eröffnen. Bisher hat sich auf dem Bauplatz aber noch nichts getan - Die Eröffnung verschiebt sich.

So steht es um die Pläne für die neue Gastronomie am Schiersteiner Osthafen

Ein Gläschen Wein am Abend oder ein kleiner Snack am Mittag, direkt am Wasser und doch mit trockenen Füßen. Das versprechen die Pläne für die neue Gastronomie am Schiersteiner Osthafen, die vor einigen Monaten von der Stadtentwicklungsgesellschaft Wiesbaden (SEG) bekannt gegeben wurden.

Bistro mit 144 Plätzen geplant

Im Frühjahr präsentierte Geschäftsführer Roland Stöcklin die Idee, auf dem Gelände beim alten Kranpodest rund 144 Sitzplätze zu schaffen. Dem Ortsbeirat kamen diese Pläne besonders entgegen, er wünschte sich ein Gastronomieangebot in der Nähe der Bürogebäude, die im direkten Umfeld liegen.

Statt ein Restaurantgebäude zu bauen, will die SEG auf ein außergewöhnliches Konzept setzen. Dieses sieht vor, dass die Gäste in Containern Platz finden. Ähnliche Konzepte gibt es in vielen Badeorten am Meer. Das besondere: Wenn der Rheinpegel einmal steigt und sich ein Hochwasser ankündigt, kann der gesamte Komplex innerhalb von 48 Stunden abgebaut, und später wieder aufgebaut werden. Stöcklin betonte dabei schon im März, dass das Konzept langfristig gedacht ist und nachhaltig genutzt werden kann.

Nicht nur der Ortsbeirat, sondern auch viele Wiesbadener freuten sich. Aber: „Was ist aus den Plänen für die neue Gastronomie am Schiersteiner Osthafen geworden?“, fragt sich Merkurist-Leser Claudius jetzt in einem Snip. Denn obwohl die Sonne seit Tagen viele Besucher nach Schierstein lockt, ist vom neuen Restaurant noch nichts zu sehen.

Eröffnung verschoben

„Eine Eröffnung noch in diesem Sommer war eine sportliche Aufgabe.“ - Roland Stöcklin, SEG

„Eine Eröffnung noch in diesem Sommer war eine sportliche Aufgabe“, sagt Stöcklin auf Nachfrage von Merkurist. Zu sportlich, denn tatsächlich haben die Aufbauarbeiten noch nicht begonnen. Während viele Details des Projektes bereits geklärt sind, fehle nämlich noch eine Baugenehmigung. „Aber das Projekt kommt und ist auf einem guten Weg“, betont Stöcklin. Tatsächlich hänge es im Moment an den genauen Papieren, die auf das besondere Konzept der temporären Gastronomie abgestimmt sein müssen.

Wenn die Genehmigung erteilt ist, wolle die SEG sofort mit dem Bau beginnen. Die Eröffnung verschiebe sich aber auf das kommende Frühjahr. Das habe rein betriebswirtschaftliche Gründe. „Selbst wenn wir in diesem Sommer oder Herbst noch fertig werden, lohnt sich die Bewirtung für eine so kurze Zeit nicht“, sagt Stöcklin und nennt als Gründe die Einstellung von Personal und auch, dass man nicht nach wenigen Wochen schon wieder in die Winterpause starten wolle.

Im nächsten Frühjahr soll es dann aber tatsächlich so weit sein und die ersten Gäste - egal ob aus den umliegenden Büros oder Tagestouristen während einer Radtour - können auf der neuen Rheinterrasse Platz nehmen.

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