Neues Schwimmbad: Sportpark Rheinhöhe wird teurer als geplant

Hohe Zusatzkosten wegen Bodenzustand

Neues Schwimmbad: Sportpark Rheinhöhe wird teurer als geplant

Der geplante Sportpark Rheinhöhe unterhalb der Sporthalle am 2. Ring mit neuem Hallenbad wird teurer als zunächst angenommen. Das teilt die Stadt Wiesbaden mit. Demnach habe sich in der zweiten Planungphase herausgestellt, dass das ursprünglich errechnete Budget nicht ausreicht.

Grund für die Mehrkosten sei der Zustand des Bodens auf dem geplanten Gebiet. Er sei belastet und muss abgetragen und entsorgt werden. Dafür fallen Kosten in Höhe von rund 16,1 Millionen Euro an. Zudem müsse die Wettkampftauglichkeit des geplanten Sportparks angepasst werden, neue Nutzerwünsche berücksichtigt und Erweiterungen an der Technik eingerechnet werden. Insgesamt, so die aktuelle Rechnung, soll das Projekt jetzt 98,5 Millionen Euro kosten, das sind 35,5 Millionen mehr, als ursprünglich angenommen.

„Natürlich wird geprüft, ob im geplanten Rahmen Einsparungen möglich sind. Allerdings sollte an dem Projekt grundsätzlich festgehalten werden“, sagt Oberbürgermeister Gert-Uwe Mende (SPD). Die Standortsuche habe lange gedauert und sei sehr intensiv gewesen. Oberbürgermeister Mende rät, trotz der Mehrkosten am Standort festzuhalten. Er weist dabei darauf hin, dass eine neue Standortsuche zum einen ebenfalls zu Kosten führen würde, und zum anderen den Zeitplan des Projekts nach hinten werfe.

Seit dem Beschluss einer Machbarkeitstudie durch die Stadtverordnetenversammlung vor rund vier Jahren wurden elf mögliche Standorte überprüft. Das Gelände am 2.Ring hatte sich damals als geeignet herausgestellt, weil eine gute Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr besteht, und einige Sporteinrichtungen schon jetzt vorhanden sind.

Die Kostensteigerungen für den Sportpark erfordert eine Erhöhung des Betriebskostenzuschusses an den Bäderbetrieb, mattiaqua von bisher geplanten drei Millionen Euro um weitere 1,5 Millionen Euro pro Jahr. „Mir erscheint das für ein attraktives Angebot für die Wiesbadener Familien und den Sport als vertretbar“, sagt Mende. Zunächst wird der Magistrat die Stadtverordnetenversammlung über den Planungstand informieren, damit diese über die veränderte Lage beraten kann. Unter Annahme der ursprünglichen Gesamtkosten von 63 Millionen Euro war die dritte Planungsphase bis zur Ausführungsplanung bereits durch die Stadtverordnetenversammlung beschlossen worden. Für die finale Ausführungsplanung hätte es jedoch ohnehin eines erneuten Beschlusses bedurft.

Hintergrund

Die Planungen zum Sportpark umfassen ein Schwimmbad inklusive einer Eishalle, die neben dem Freizeitsport auch für Wettkämpfe mit Publikum dienen soll. Der Neubau gilt als Ersatz für das marode Freizeitbad in der Mainzer Straße und die Henkell-Kunsteisbahn. Baubeginn ist für 2023 geplant. (pk)

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