Fast 100 neue Mietwohnungen im Wiesbadener „Waldviertel“

35 geförderte Wohnungen sollen entstehen

Fast 100 neue Mietwohnungen im Wiesbadener „Waldviertel“

98 Mietwohnungen in neun Häusern entstehen gerade in Wiesbaden-Kohlheck. Seit fast einem Jahr wird im Gebiet „Waldviertel“, dem ehemaligen Simeonhaus, nun schon gebaut. Jetzt war Richtfest.

Wie die Wiesbadener Wohnbaugesellschaft mbH (GWW) mitteilt, sollen bis kommenden März unter anderem 35 geförderte Wohnungen entstehen. Bezogen werden dann Zwei-, Drei- und Vier-Zimmer-Wohnungen von 55 bis 90 Quadratmetern Wohnfläche. Die Wohnungen sind zudem entweder mit Terrasse, Balkon oder Gartenanteil ausgestattet. Die Dächer werden begrünt, die Pkw-Stellplätze werden teilweise mit E-Ladeinfrastruktur ausgestattet. Auch Fahrradabstellräume sind geplant. Mit Wärme versorgt werden die Wohnungen mittels Biogas-Blockheizkraftwerk.

Wohnungen für Familien

Eine Elterninitiative wird außerdem einen Waldkindergarten betreiben. Das neue Wohnquartier sei familienfreundlich, wie Thomas Keller, Geschäftsführer der GWW, sagt. Insgesamt investiere die GWW 25,1 Million Euro in das Projekt.

Im Hinblick auf weitere Bauprojekte weist Keller zudem darauf hin, künftig priorisiert zu arbeiten: „Die Baukosten steigen massiv. Gleichzeitig steigen die Anforderungen. Insbesondere die energetischen Zielsetzungen bedingen komplexere und hochwertigere Ausführungen.“ Einige Projekte würden zurückgestellt, andere könnten, wenn sich die Rahmenbedingungen nicht wieder verbessern, möglicherweise gar nicht umgesetzt. Auch Mieten im Neubau müssten dann angepasst werden: „Wenn wir weiterhin Neubau realisieren wollen, werden wir über andere Mieten für diese modernen Gebäude nachdenken müssen.“

So sprach auch Wiesbadener Oberbürgermeister Gert-Uwe Mende von „großen Herausforderungen“, bezahlbaren Wohnraum zu schaffen, während die Baukosten steigen und dabei die Klimaziele „im Blick behalten“ werden müssen.

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