So geht es rund um das Hotel Oranien weiter

Am Michelsberg soll nicht nur das Hotel Oranien umgebaut werden. Auch auf anderen Grundstücken in der Platter Straße und der Emser Straße soll sich einiges verändern.

So geht es rund um das Hotel Oranien weiter

Das heutige Hotel Oranien in der Platter Straße mitten im Quartier Michelsberg blickt auf eine bewegte Geschichte zurück. Seit 1879 beherbergte es immer wieder Menschen. Zunächst war es eine Herberge für Wanderer und Handwerker, im Ersten Weltkrieg wurde es als Lazarett genutzt, später war es Kurheim und seit den 60er-Jahren dient es wieder als Hotel.

In seiner mehr als 100-jährigen Geschichte wurde das Haus aus der Gründerzeit immer wieder erweitert und umgebaut — und das steht dem Gebäude auch jetzt wieder bevor. Dadurch soll die Anzahl der Betten von 120 auf 180 erhöht werden, eine neue Lobby enstehen und der Anbau aus den 70er-Jahren durch einen modernen Neubau ersetzt werden. Dieser soll dort entstehen, wo jetzt noch der Hotelparkplatz angelegt ist.

Tiefgarage für 130 Autos

Autos können stattdessen nach den Arbeiten in einer Tiefgarage parken. Sie soll unter dem Grundstück des Hotels entstehen und auf mehreren Etagen Platz für 130 Fahrzeuge bieten. Dabei dürfen künftig nicht nur Hotelgäste die Stellplätze nutzen, auch neue Mieter aus der Emser Straße können dort parken.

Denn auf dem Grundstück der Emser Straße 9 ist ein dreistöckiger Neubau für Büros und Wohnungen geplant. Auf dem Nachbargelände des Hotels, in der Platter Straße 1, ist eine neue Kindertagesstätte vorgesehen. Eine Baugenehmigung dafür liegt bereits vor.

Die Stadt sieht in den Umgestaltungen eine Verbesserung für den gesamten Verkehr am Knotenpunkt Michelsberg/Schwalbacher Straße. Der aktuelle Bebauungsplan für das Quartier sei nicht mehr zeitgemäß, heißt es in den Gutachten der Stadt. Bei den neuen Plänen, wurden jedoch strenge Auflagen des Denkmalschutzes berücksichtigt, um den Gesamteindruck des Viertels mit seinen alten Villen beizubehalten. Auch die zukünftige Straßenbegrünung wurde bereits fest geregelt.

Pläne einsehbar

Für interessierte Anwohner liegen die genauen Pläne im Verwaltungsgebäude des Dezernates für Stadtentwicklung und Bau, am Gustav-Stresemann-Ring 15, aus. Sie können montags, dienstags und donnerstags von 8 Uhr bis 16 Uhr, mittwochs von 8 Uhr bis 18 Uhr und freitags von 8 Uhr bis 12 Uhr, eingesehen werden. Auch Anregungen und Stellungsnahmen können Interessierte noch abgeben, bevor die ersten Bagger rollen. (ts)

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