Was passiert gerade an der Salzbachtalbrücke?

Im Sommer soll die Salzbachtalbrücke gesprengt werden. Bis dahin muss die instabile Brücke abgesichert werden - und das ist aus Sicherheitsgründen gar nicht so einfach.

Was passiert gerade an der Salzbachtalbrücke?

Vor rund drei Wochen ist an einem Pfeiler der Salzbachtalbrücke ein Lager kollabiert, sodass sich der südliche Teil der Brücke abgesenkt hat. Es sind Betonteile auf die darunterliegende B 263 gefallen, woraufhin der Bereich sofort abgesperrt werden musste. Kurz darauf war klar: Die Brücke muss gesprengt werden. Noch immer unklar ist derweil, wie genau es zu dem Schaden kommen konnte.

Nachdem sich die Brücke abgesenkt hatte, wurde unter ihr ein 50 Meter langer Sicherheitsbereich ausgewiesen, der auch drei Wochen nach dem Vorfall noch immer nicht betreten werden darf. Dennoch muss die Brücke jetzt stabilisiert werden – um die Sprengung vorzubereiten, aber auch um endlich den Grund für den Schaden herauszufinden.

Ferngesteuerte Fahrzeuge helfen beim Stabilisieren

Deshalb arbeitet die verantwortliche Autobahn GmbH aktuell mit ferngesteuerten Fahrzeugen an der Brücke. Im Laufe der kommenden Wochen werden Gerüsttürme zur Absicherung der Brücke aufgestellt. Westlich des betroffenen Pfeilers schiebt dafür eine ferngesteuerte Raupe aktuell einen Schotterunterbau unterhalb der Brücke auf. Dort wird dann einer der beiden Gerüsttürme stehen. Gesteuert wird die Raupe aus einem Kastenwagen heraus, der auf der Brücke der B 263 steht. Kameras an der Raupe helfen dem Fahrer von der Ferne aus bei der Steuerung.

Östlich des Pfeilers im Bereich der B 263 errichtet ein Autokran den zweiten Gerüstturm. Ein ferngesteuerter „Tausendfüßler“ zwischen Autokran und Gerüstturm, bringt später beide Türme in Position. Stehen die beiden Gerüste, kommen die darauf montierten hydraulischen Pressen zum Einsatz. Sie werden soweit ausgefahren, bis der „Kraftschluss“ zwischen Brückenüberbau und Stützgerüsten hergestellt ist. Damit soll die Brücke soweit stabilisiert werden, dass die Schadensursache geklärt und die Vorbereitungen zur Sprengung gefahrlos durchgeführt werden können.

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