Wer in diesen Tagen am Kochbrunnenplatz in Wiesbaden vorbeikommt, dem fällt es sofort auf: Die Muschel der bekannten Quelle ist auf Holzbalken aufgebockt und mit rot-weißem Flatterband abgesperrt. Wie der Wiesbadener Kurier berichtet, sei dies eine reine Vorsichtsmaßnahme.
Grund dafür sind unterirdische Bauarbeiten an der Quelle, erklärt ein Sprecher der Stadt gegenüber der Zeitung. Die Abstützung der Muschel sei notwendig, um ihre Standsicherheit während der Arbeiten zu gewährleisten. „Die Maßnahme dient ausschließlich der Sicherung des Bauwerks“, betont der Sprecher.
Decke des Technikraums ist marode
Konkret weist der Technikraum unter dem Sprudelstein altersbedingte bauliche Mängel auf. „Einige Bauteile der Deckenkonstruktion sind sanierungsbedürftig“, so die Stadt. Da Teile des Brunnens auf dieser maroden Decke lagern, wurde vorsorglich die temporäre Holzkonstruktion eingebaut. Diese verteilt nun das Gewicht auf Bereiche, die noch tragfähig sind, um weitere Beeinträchtigungen zu vermeiden.
Wie es weitergeht, ist noch offen. Derzeit prüfe man verschiedene Varianten, darunter eine Instandsetzung oder sogar einen kompletten Neubau des unterirdischen Technikraums. Eine endgültige Entscheidung über das weitere Vorgehen werde aber erst getroffen, wenn eine verlässliche Kostenschätzung vorliegt. Nach Abschluss der gesamten Arbeiten soll die Holzkonstruktion wieder entfernt werden.