Was der neue Bahnhof in Rüdesheim für Pendler und Touristen bedeutet

In Rüdesheim entsteht ein komplett neuer Bahnhof an zentraler Stelle. Die Arbeiten laufen bereits. Der alte Bahnhof wird nach der Fertigstellung zurückgebaut.

Was der neue Bahnhof in Rüdesheim für Pendler und Touristen bedeutet

Die Bauarbeiten für den neuen Bahnhof in Rüdesheim am Hafenpark sind in vollem Gange. Wie die DB InfraGO mitteilt, entsteht dort bis Mitte Dezember 2026 ein moderner und barrierefreier Haltepunkt, der den bisherigen Bahnhof ersetzen wird.

Seit Ende April sind große Baumaschinen im Einsatz, um das Fundament für die neue Station zu legen. Ein 23 Meter hohes Bohrgerät setzt derzeit die ersten von über 500 Gründungspfählen für die beiden 210 Meter langen Außenbahnsteige. Der neue Standort liegt zentral an den Schiffsanlegern und soll eine Schnittstelle für Bahn, Bus und Schiffslinien bilden. Für Bürger, Pendler und Touristen sollen sich dadurch kurze Wege und flexible Umsteigemöglichkeiten ergeben.

„Mit der Korridorsanierung am rechten Rhein schaffen wir bis Mitte Dezember in Rüdesheim eine neue, barrierefreie Station am Hafenpark“, erklärt Stefan Schwinn, Leiter des Regionalbereichs Mitte der DB InfraGO AG. Der neue Mobilitätshub biete „kurze Wege, mehr Komfort und eine direkte Verbindung zu Bahn, Bus und Schiff.“

Wichtige Modernisierung vor der BUGA29

Auch der Rüdesheimer Bürgermeister Dirk Stuckert sieht den Neubau positiv: „Der neue Bahnhof ist ein Gewinn für Rüdesheim. Er stärkt unsere Stadt als touristisches Ziel und Alltagsstandort und sorgt für echte Lebensqualität am Rhein.“ Mit dem Neubau werde ein wichtiges Projekt zur Modernisierung der Infrastruktur rechtzeitig vor der Bundesgartenschau 2029 umgesetzt.

Die neuen Bahnsteige werden mit bis zu 3,75 Metern Breite auch zu Stoßzeiten genug Platz bieten und über Treppen sowie Rampen barrierefrei zugänglich sein. Geplant sind außerdem Wetterschutzhäuser, digitale Fahrplananzeiger und modernes Mobiliar. Die Gestaltung soll sich mit Natursteinverkleidungen am Stil des Mittelrheintals orientieren. Nach der Inbetriebnahme des neuen Bahnhofs werden die Anlagen am alten Standort zurückgebaut. Das denkmalgeschützte Empfangsgebäude, das sich in Privateigentum befindet, bleibt jedoch erhalten und kann weiterhin gewerblich genutzt werden.