Großeinsatz: 200 Personen aus Rhein-Main-Gebiet feiern Party trotz Corona

Polizei musste Veranstaltung auflösen

Großeinsatz: 200 Personen aus Rhein-Main-Gebiet feiern Party trotz Corona

Eine Party in einem Ferienhaus hat in der Nacht zum Sonntag zu einem Großeinsatz der Polizei in Bad Soden geführt. Rund 200 Personen aus dem Rhein-Main-Gebiet feierten dort gemeinsam eine Party und sorgten für Lärm. Sowohl die Veranstalter der Party als auch die Feiernden selbst müssen jetzt mit Bußgeldern rechnen, weil sie die geltenden Corona-Verordnungen nicht einhielten.

Alarmiert wurden die Einsatzkräfte gegen 23:30 Uhr. Mehrere Anwohner meldeten sich bei den Beamten und beschwerten sich über eine massive Ruhestörung durch eine Party in der Dachbergstraße. Auf dem Grundstück eines Ferienhauses würde sich eine hohe zweistellige Anzahl an Personen aufhalten, so die Anrufer.

Die Beamten kontaktierten daraufhin die Vermieterin des Hauses. Sie war allerdings selbst nicht vor Ort und wusste laut eigener Aussage nichts von der Party. Das Haus hatte sie ursprünglich an eine 19-jährige Privatperson für eine Kleinfamilie mit acht Personen vermietet. Die Polizeistation Eschborn nahm daraufhin Kontakt mit dem Veranstalter auf. In diesem Zuge stellte sich heraus, dass sich mittlerweile rund 200 Feiernde auf dem Grundstück aufhielten, die aus dem gesamten Rhein-Main-Gebiet stammten.

Vor Ort angekommen, lösten Polizeistreifen aus Wiesbaden, dem Main-Taunus-Kreis, dem Bereich Hochtaunus, Frankfurt und der Bereitschaftspolizei die Veranstaltung auf. Wie die Polizei mitteilt, verlief das überwiegend unproblematisch, vereinzelt kam es zu Pöbeleien gegenüber der eingesetzten Polizeibeamten.

Während die Feiernden die Party verließen, riefen einige Anwohner erneut die Polizei an. Einige Gäste der aufgelösten Feier hielten sich in Kleingruppen im Stadtgebiet auf. Die Polizei kontrollierte die Personen und sprach Platzverweise aus. Bis in die frühen Morgenstunden sorgten die Beamten dafür, dass die Feiernden bei ihrem Nachhauseweg keinen Lärm verursachten.

Auf die Veranstalter der Party kommt jetzt ein Bußgeld zwischen 500 und 1000 Euro zu. Die Teilnehmer der Feier müssen voraussichtlich mit 200 Euro Strafe rechnen. (df)

Logo