Feuerwehrleute bei Einsatz angepöbelt und bespuckt

Mitarbeiterin in Asylbewerberunterkunft bei Brand leicht verletzt

Feuerwehrleute bei Einsatz angepöbelt und bespuckt

Bei einem Einsatz in Bad Schwalbach sind Feuerwehrleute am Dienstagabend von einer kleinen Personengruppe angepöbelt und bespuckt worden. Das meldet die Feuerwehr Rheingau-Taunus-Kreis.

Um 20:26 Uhr löste die Brandmeldeanlage einer Asylbewerberunterkunft aus. Vor Ort teilte eine Mitarbeiterin mit, dass es im Keller und vor der Kellertür gebrannt hatte. Sie habe das Feuer mit einem Feuerlöscher gelöscht, der Bereich sei aber stark verraucht. Die Einsatzkräfte brachten das Brandgut ins Freie, die Rauchausbreitung beschränkte sich auf einen überschaubaren Bereich im Flur. Mit einem Hochdrucklüfter wurde der Rauch aus dem Gebäude geblasen.

Während des Einsatzes kam es an der Kellertür zu einem Streit mit einer kleinen Gruppe Unbeteiligter, die die Einsatzkräfte behinderten und bepöbelten. Die Gruppe wollte laut Feuerwehr unbedingt einen Blick auf die Einsatzstelle werfen und den verrauchten Bereich betreten. Die Gruppe weigerte sich, den Bereich zu verlassen, pöbelte und spuckte vor den Einsatzkräften auf den Boden. Die Feuerwehr deeskalierte die Situation, die Gruppe entfernte sich in unbekannte Richtung.

Einsatzleiter und Stadtbrandinspektor Michael Lecke sagt: „Dass sich Unbeteiligte in unseren Einsatz einmischen, ärgert uns sehr. Es ist im Interesse aller, dass wir den Menschen ungestört helfen können. In 99,9 Prozent unserer Einsätze werden wir für unsere Arbeit geschätzt. Das wiegt deutlich mehr als ein kleiner Rest Unbelehrbarer.“

Die Mitarbeiterin, die den Brand löschte, wurde vor Ort vom Rettungsdienst erstversorgt, konnte mit leichten Verletzungen aber weiter im Dienst bleiben. Nach einer Stunde war das Gebäude rauchfrei und der Einsatz beendet.

45 Minuten später (22:16 Uhr) wurde die Feuerwehr erneut von der Brandmeldeanlage alarmiert. Wieder entwickelte sich Rauch. Die Ursache konnte nicht gefunden werden. Der neue Brandrauch verteilte sich im Treppenhaus und wurde wieder mit Hochdrucklüfter ins Freie geblasen. Der zweite Einsatz war nach 45 Minuten beendet. Bei diesem Einsatz kam es zu keinen weiteren Zwischenfällen.

Die Feuerwehr war insgesamt mit neun Fahrzeugen und 45 Einsatzkräften vor Ort. Die Brandursache ermittelt die Polizei.

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