Warum ein Discounter in Nordenstadt nach einem Jahr wieder schließen musste

Nach 600 Filialen in Großbritannien hatte der Nonfood-Discounter „B&M“ 2019 seiner erste Filiale in Wiesbaden eröffnet. Keine 12 Monate später ist das Geschäft aber wieder zu.

Warum ein Discounter in Nordenstadt nach einem Jahr wieder schließen musste

Den Discount-Markt in Wiesbaden aufmischen — das war das Ziel der britischen Ladenkette „B&M“. Am 25. Juli 2019 eröffnete der Konzern in Wiesbaden-Nordenstadt seine erste Filiale in der Landeshauptstadt. Doch seit Anfang Juli dieses Jahres ist der Laden Geschichte — die 1300 Quadratmeter große Filiale in der Borsigstraße steht wieder leer.

Wirtschaftlich nicht gelohnt

Verwaltet wird das Gebäude von der J. A. Woll-Handels GmbH, die unter dem Namen „Jawoll“ mehrere Discountermärkte in Deutschland betreibt. J. A. Woll wurde dann vor acht Jahren von „B&M“ übernommen, welche das erfolgreiche Konzept ihrer Märkte vom britischen auf dem deutschen Markt bringen wollten. Das habe aber nicht so geklappt, wie vorgesehen, erklärt ein Sprecher von „Jawoll“: „Das Konzept von ‘B&M’ hatte nicht ganz den Geschmack der deutschen Kunden getroffen.“

Wegen des ausbleibenden Erfolges habe die Geschäftsführung im Dezember des vergangenen Jahres dann beschlossen, die Marke „B&M“ für Deutschland nicht weiter zu führen und die entsprechenden Filialen zu schließen. „Wir haben gemerkt, dass das Kleinflächenkonzept für ‘B&M’ nicht tragbar ist“, so der Sprecher. Ein typischer „B&M“-Markt habe mindestens eine Verkaufsfläche von über 2000 Quadratmetern, 1300 wie in Wiesbaden seien viel zu wenig.

Wie es mit dem Gebäude in der Borsigstraße weiter geht, steht noch nicht fest. „Jawoll“ ist aktuell dabei, das Gebäude, welches zuvor einen „Edeka“-Markt beherbergte, zurückzubauen. Parallel wird ein Käufer für die Immobilie gesucht. (ts)

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