Ein neuer Dokumentarfilm zeigt die dramatische Lebensgeschichte des ehemaligen DDR-Spitzenschwimmers Axel Mitbauer. Nach seiner Flucht aus der DDR war Mitbauer über acht Jahre lang als Cheftrainer beim Schwimmclub Wiesbaden 1911 e.V. tätig. Der Film „Der Wettkampf meines Lebens – Die Geschichte von Axel Mitbauer“ läuft ab sofort auf der Streaming-Plattform Amazon Prime Video, wie der Regisseur mitteilt.
Im Zentrum der Dokumentation steht Mitbauers waghalsige Entscheidung, der DDR den Rücken zu kehren. Er schwamm damals über 25 Kilometer durch die 18 Grad kalte Ostsee – vom Strand in Boltenhagen bis in die Lübecker Bucht. Nach etwa fünf Stunden im Wasser und am Ende seiner Kräfte klammerte er sich an eine Leuchtboje, bis ihn die Besatzung eines westdeutschen Fährschiffes entdeckte. Nach seiner Ankunft in Deutschland arbeitete Mitbauer lange Zeit als Cheftrainer beim SC Wiesbaden und prägte dort eine ganze Generation von Sportlern.
„Ein zutiefst menschliches Drama“
Der Wiener Regisseur Antonio La Regina hat sich in seinem Film mit Mitbauers Schicksal auseinandergesetzt: „Ich war erschüttert – und gleichzeitig tief berührt“, so La Regina. Ihm sei es wichtig gewesen, kein rein politisches Werk zu schaffen, sondern ein „zutiefst menschliches Drama“ zu erzählen. Mit seiner Arbeit wolle er verdrängte Geschichte sichtbar machen und universelle Fragen nach dem wahren Wert von Freiheit stellen.
Auf internationalen Festivals stößt der Film auf große Resonanz. So wurde die Dokumentation im Januar 2026 beim Berlin Kiez Filmfestival als bester Dokumentarfilm ausgezeichnet. Zudem ist sie beim internationalen Filmfestival in Madrid in der Kategorie „Best International Feature Documentary“ nominiert.
Bevor der Film nun einem weltweiten Publikum auf Amazon Prime Video zur Verfügung steht, lief er bereits in ausgewählten Kinos in Deutschland, Österreich und der Schweiz.