Schwerer Unfall auf A671 bei Wiesbaden: Verdacht auf illegales Autorennen

Bei einem schweren Unfall auf der A671 bei Wiesbaden wurde ein Auto meterhoch durch die Luft geschleudert. Die Polizei ermittelt wegen eines illegalen Autorennens gegen einen 22-Jährigen.

Schwerer Unfall auf A671 bei Wiesbaden: Verdacht auf illegales Autorennen

Bei einem schweren Verkehrsunfall auf der A671 bei Wiesbaden sind am späten Samstagabend zwei Männer verletzt worden. Die Polizei ermittelt wegen des Verdachts auf illegales Autorennen. Das melden Polizei und Feuerwehr Wiesbaden.

Ein 27-jähriger Darmstädter war gegen 23:30 Uhr mit seinem BMW auf der linken Spur der A671 in Richtung Hochheim unterwegs. In einer langgezogenen Linkskurve näherte sich von hinten ein 22-jähriger Wiesbadener mit seiner Mercedes A-Klasse mit hoher Geschwindigkeit. Obwohl der Mercedes-Fahrer eine Notbremsung einleitete, konnte er einen Aufprall auf den BMW nicht mehr verhindern.

Durch die Wucht der Kollision geriet der BMW ins Schleudern, überschlug sich und rutschte auf der Seite liegend über die Fahrbahn. Er kam schließlich auf der linken Fahrzeugseite entgegen der Fahrtrichtung zum Stehen. Der Mercedes schleuderte zunächst gegen die Betonwand am linken Fahrbahnrand, dann quer über die gesamte Autobahn und über die Leitplanke hinweg in eine Böschung. Dort hob der Wagen ab, wurde von einer Brücke abgelenkt und landete aus vier bis fünf Metern Höhe wieder auf der Standspur.

Ermittlungen wegen illegalem Rennen

Andere Verkehrsteilnehmer leisteten Erste Hilfe. Als Feuerwehr und Rettungsdienst eintrafen, stand der Mercedes im Motorraum in Flammen, während der BMW-Fahrer in seinem auf der Seite liegenden Wrack eingeschlossen war. Der Fahrer des brennenden Wagens hatte sein Fahrzeug bereits selbst verlassen können.

Die Feuerwehr löschte den Brand und befreite den eingeklemmten 27-Jährigen aus seinem Auto. Beide Fahrer kamen in Wiesbadener Krankenhäuser. Wie durch ein Wunder trugen sie laut Polizei keine schwereren Verletzungen davon.

Die A671 in Richtung Hochheim war für die Rettungs- und Bergungsarbeiten bis in die frühen Morgenstunden voll gesperrt. Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Wiesbaden wurden beide Autos zur Begutachtung abgeschleppt. Die Beamten stellten den Führerschein und das Smartphone des 22-jährigen Wiesbadeners sicher. Gegen ihn wird nun wegen des Verdachts der Straßenverkehrsgefährdung und eines illegalen Straßenrennens ermittelt. Der Sachschaden wird auf rund 57.000 Euro geschätzt.