Leiden die Wiesbadener Gastronomen unter dem Coronavirus?

Viele Betriebe leiden unter den Auswirkungen des Coronavirus'. Doch wie sieht es in den Wiesbadener Restaurants aus? Bleiben die Kunden aus Angst vor Ansteckungen lieber zuhause?

Leiden die Wiesbadener Gastronomen unter dem Coronavirus?

Nachdem das Coronavirus auch in Wiesbaden angekommen ist, herrscht Unsicherheit. Großveranstaltungen stehen auf der Kippe, Supermarktregale sind teils leergefegt. Während einige Wiesbadener ihren Alltag wie gewohnt fortführen, sind andere verunsichert oder meiden sogar die Öffentlichkeit. Bekommen das auch die Gastronomen zu spüren?

Im „Verace“ ist das laut Geschäftsführer Riccardo Annuzzo nicht der Fall. Die Gäste kommen weiterhin in das Lokal in der Luisenstraße. Bestimmte Schutzmaßnahmen habe man aber bereits ergriffen: „Wir begrüßen die Gäste nicht mehr per Hand und desinfizieren die eigenen Hände ständig“, sagt er. Auch die Klinken in dem Restaurant und die Salzstreuer auf den Tischen werden mehrmals täglich desinfiziert.

„Desinfektionsmittel ist überall ausverkauft.“ - Sanja und Gordon Mackenzie-Dick, Scotch n’ Soda

Desinfektionsmittel benutzt auch das Personal des „Scotch n’ Soda“ in der Goldgasse mehrmals täglich. „Wir haben es in unserer Theke und dem Küchenbereich“, erklären Sanja und Gordon Mackenzie-Dick. Gerne hätten sie auch ihren Gästen die Möglichkeit gegeben, sich im Lokal die Hände zu desinfizieren, doch das war nicht so einfach: „Desinfektionsmittel ist überall ausverkauft“, sagen sie. Die Gäste stört das nicht, sie kommen trotzdem. „Bei uns ist soweit noch alles wie gehabt, entspannt und ziemlich gut besucht“, freuen sich die Inhaber.

Im „Huacas Perú“ können sich die Gäste in den Bädern noch die Hände desinfizieren. Außerdem ist zwischen den einzelnen Tischen je ein Meter Abstand geschaffen worden, um die Gäste nicht zu nah aneinander zu setzen. Einen Rückgang an Gästen verspürt man auch hier nicht.

„Ein paar Tage etwas ruhiger als üblich.“ - Viola Yaren, Due Amici

Anders sah es vergangene Woche im „Due Amici“ in der Goldgasse aus. „Da waren tatsächlich ein paar Tage etwas ruhiger als üblich“, sagt Viola Yaren. Ob das aber tatsächlich in Zusammenhang mit dem Virus steht, könne man nicht sagen. Besondere Vorkehrungen habe man nicht getroffen. „Wir achten generell auf Hygiene“, sagt Yaren. „Hände regelmäßig waschen, in den Ellenbogen niesen oder husten sollte normal sein“, so die Gastronomin.

Im „Les Deux Messieurs“ in der Marktstraße merkt Chef Carsten Huth im BackShop aktuell kaum eine Veränderung. „Im Bistro sind je nach Wochentag etwas weniger Gäste zu verzeichnen, obwohl es am Wochenende recht gut war.“ Um die Ausbreitung des Virus’ und die Ansteckungsgefahr in dem Lokal zu minimieren, wurde die Tür zum Kunden-WC festgestellt. „Nach dem Händewaschen muss man so keine Türklinke mehr berühren“, sagt Huth. Außerdem gebe es einen elektrischen Händetrockner und zwei Handtuchspender, die regelmäßig aufgefüllt werden. (js)

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