Seit Mai gibt es in der Adolfsallee eine Alternative zum „Caspar-Garten“: In direkter Nachbarschaft hat der italienische Biergarten „respiro“ eröffnet. Die Tische gehören zum „Ristorante Da Mario“. Das neue Angebot werde schon jetzt „überaus gut angenommen“, berichten die Betreiber gegenüber Merkurist.
Auch die Stadt begrüßt das neue außengastronomische Angebot. Mehr Menschen vor Ort würden mehr Sicherheit in der Adolfsallee bedeuten, erklärt die Stadtverwaltung auf Anfrage. Ebenso steige die Lebensqualität durch die zusätzliche Aufenthaltsmöglichkeit.
Betreiber sprechen von freundlicher Begrüßung
Bei Merkurist fragte jedoch kürzlich ein Leser, ob nicht die Nachbarschaft bei neuer Außengastronomie miteingebunden werden müsse. Die Frage wird von der Stadt verneint, bei Einzelgenehmigungen sei dies „nicht notwendig“. Die Betreiber des „respiro“ berichten auf Nachfrage, noch keine Beschwerden von Anwohnern erhalten zu haben. Vereinzelt seien sachliche Fragen gestellt worden, aber grundsätzlich überwiege positives Feedback „und das starke Gefühl, von den Anwohnern sehr freundlich und offen begrüßt worden zu sein“.
Beim Ordnungsamt sei bisher nur eine Beschwerde wegen Lärm eingegangen, so die Stadt. Aufgrund des Abstands der Lokale zu den Wohnhäusern sowie der „geräuschschluckenden Bäume“ würden momentan alle Grenzwerte eingehalten werden.
Nachtruhe werde eingehalten
Der neue Biergarten hat in der Regel täglich von 12-22 Uhr geöffnet. Die Betreiber betonen, aus Rücksicht auf die Nachbarschaft abends nicht länger geöffnet zu haben, obwohl die Genehmigung der Stadt dies zuließe. Tatsächlich gilt in Wiesbaden lediglich eine Sperrzeit morgens zwischen 5 und 6 Uhr – die sogenannte „Putzstunde“. Außerhalb dieser Stunde dürfen Gastronomiebetriebe theoretisch 23 Stunden an sieben Tagen die Woche geöffnet haben.
Diese Öffnungsmöglichkeiten befreien Gewerbetreibenden jedoch nicht davon, sich an die gesetzliche Nachtruhe zwischen 22 und 6 Uhr zu halten. Kontrollen hierzu erfolgen in der Adolfsallee stichprobenartig, teilt die Stadt mit.
Den Vorwurf eines anderen Merkurist-Lesers, die neue Außengastronomie könnte zu mehr „Wildpinklern“ in der Adolfsallee führen, weist das „respriro“ mit Hinweis auf die eigenen sanitären Anlagen sowie die an den „Caspar-Garten“ angeschlossene öffentliche Toilette entschieden zurück.