Entscheidung zu Sternschnuppenmarkt 2020 gefallen

Markt kann unter neuen Bedingungen stattfinden

Entscheidung zu Sternschnuppenmarkt 2020 gefallen

Der Sternschnuppenmarkt wird stattfinden — allerdings auf einer größeren Fläche als gewohnt und mit Einlasskontrollen. Darauf hat sich der Haupt- und Finanzausschuss in seiner Sitzung am Donnerstag geeinigt. Lediglich die Linke&Piraten Rathausfraktion stimmte gegen den Vorschlag. Am Abend wird die Stadtverordnetenversammlung darüber abstimmen.

Aussehen wird der Markt — wenn es die Coronasituation im Dezember zulässt — wie folgt: 22 gastronomische Stände sollen auf den Luisen- und Kranzplatz verlegt werden. Die Areale werden jeweils mit einem Zaun und einer Einlasssperre versehen. Außerdem dürfen 50 Warenverkaufsstände auf dem Kurhaus-Vorplatz errichtet werden. Die restlichen 62 Warenverkaufsstände und die drei Fahrgeschäfte werden mit größeren Abständen zueinander auf dem Schlossplatz aufgestellt. Für die Einlass- und Abstandskontrollen, die Personendatenerfassung, die Kontrolle der Maskenpflicht und die Nachtbewachung werden Security-Mitarbeiter eingesetzt.

Die Fraktionen waren sich einig, dass es ein gutes Konzept braucht, um den Sternschnuppenmarkt in Zeiten von Corona überhaupt stattfinden lassen zu können. Hendrik Schmehl, Geschäftsführer der SPD-Stadtverordnetenfraktion, sprach sich für den Markt auf einer erweiterten Fläche aus, um die Unternehmen in der Krise zu unterstützen. Christian Diers, Kreisvorsitzender der FDP-Fraktion und auch die AfD-Fraktion schlossen sich dem an. Die Linke&Piraten Rathausfraktion stand der Variante kritisch gegenüber. Man habe lange überlegt, die Variante sei aber wegen des entstehenden Gedränges nicht unter Einhaltung der Corona-Regeln durchführbar. Deshalb stimmte die Fraktion dagegen.

Hintergrund:

Die Fraktionen mussten sich am Donnerstag zwischen drei Szenarien entscheiden (wir berichteten). Neben der heute beschlossenen Variante, war auch eine Absage des Markts aufgrund der unkalkulierbaren Entwicklung der Pandemie denkbar. Ein weiteres Szenario wäre ein komprimierter Markt gewesen. Der Sternschnuppenmarkt hätte dann mit nur 11 Ständen stattfinden müssen. Zwischen Marktkirche und der Kindertagesstätte hätte man eine Weihnachtspyramide aufgestellt. Auf dem Schlossplatz hätten acht Gastronomiestände und zwei Fahrgeschäfte Platz gefunden.

Die am Donnerstag beschlossene Variante ist mit 759.220 Euro zwar die teuerste der drei Optionen, mit erwarteten Einnahmen in Höhe von 326.540 Euro aus Standgebühren und Einfahrtsgenehmigungen aber auch die mit den meisten Einnahmen. In einem Antrag der SPD, CDU und Bündnis90/Die Grünen baten die Fraktionen die TriWiCon „wenigstens zu versuchen“ den Sternschnuppenmarkt gemäß der Marktsatzung und den Auflagen mit einer Unterdeckung in Höhe von 432.680 Euro durchzuführen. Auch dieser Antrag wurde angenommen. (nl)

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