Punk-Aktivistinnen von „Pussy Riot“ kommen nach Wiesbaden

Show und Diskussionsrunde im Kleinen Haus

Punk-Aktivistinnen von „Pussy Riot“ kommen nach Wiesbaden

Das russische Punk-Kollektiv „Pussy Riot“ wird am 29. November in Wiesbaden auftreten. Nach der Show im Kleinen Haus des Hessischen Staatstheaters folgt eine Diskussionsrunde mit dem Titel „Punk meets Posh“ im Foyer.

Weltweite Berühmtheit erlangte die Formation nach ihrem sogenannten Punk-Gebet in der Moskauer Christ-Erlöser-Kathedrale. Drei Aktivistinnen kletterten maskiert auf den Altar und skandierten Sätze wie „Mutter Gottes, Jungfrau, verjage Putin“ und „Gottesscheiße“. Drei der Musikerinnen wurden daraufhin zu zwei Jahren in einem russischen Arbeitslager verurteilt, was einen internationalen Sturm der Entrüstung ausgelöst hatte.

Auftritt in Wiesbaden

Der Auftritt in Wiesbaden, der am 29. November um 19:30 Uhr stattfindet, soll ein Cross-Over aus Konzert, Kundgebung und Theater werden, wie das Staatstheater mitteilt. Elektrische Sounds, Sprechgesang und Livemusik der Gruppe erzählen eine Geschichte von Widerstand, Repression und Revolution.

Das Projekt des Kollektivs basiert auf dem gleichnamigen Buch der Aktivistin Maria Alyokhina, in dem sie ihre persönliche Geschichte als Performerin bei Pussy Riot erzählt. Die Aufarbeitung dieser Erfahrung, das Leben in einem russischen Lager, der Kampf gegen Repression wird in diesem Stück verarbeitet.

Im Anschluss an die Vorstellung findet im Foyer Großes Haus ab 21 Uhr eine Diskussion mit der Aktivistin Maria Alyokhina, dem Producer Alexander Cheparukhin und Julius Freytag-Loringhoven von der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit, Moskau. Die Moderation der Runde übernimmt Christoph Heinemann vom Deutschlandfunk. (ms)

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