Brutaler Mord im Schlosspark: Prozess am Landgericht Wiesbaden gestartet

Ein 86-Jähriger wurde im Mai im Wiesbadener Schlosspark brutal ermordet. Nun steht der mutmaßliche Täter vor Gericht. Sein Motiv gibt Rätsel auf.

Brutaler Mord im Schlosspark: Prozess am Landgericht Wiesbaden gestartet

Am Montag hat vor dem Landgericht Wiesbaden der Prozess gegen einen 56-jährigen Mann begonnen. Er soll im Mai des vergangenen Jahres einen 86-Jährigen im Schlosspark getötet haben. Das berichtet hessenschau.de.

Laut Anklage habe der 56-Jährige mit mehr als 50 Messerstichen auf sein Opfer eingestochen und es an Hals, Nacken, Oberkörper sowie an den Armen getroffen. Der Rentner sei daraufhin verblutet.

Staatsanwaltschaft vermutet Zufallstat

Die Staatsanwaltschaft gehe von einem heimtückischen Mord aus niederen Beweggründen aus. Demnach habe es keine Verbindung zwischen dem mutmaßlichen Täter und dem Opfer gegeben. Auch ein Raub sei es nicht gewesen, das Motiv sei unklar.

Der Angeklagte habe vor der Tat nach dem Zufallsprinzip noch zwei Frauen als mögliche Opfer in Betracht gezogen. Eine sei jedoch in einem Supermarkt und die andere in einem Bus verschwunden. Der 86-jährige Rentner sei mit einem Spazierstock im Park unterwegs gewesen, als er überfallen wurde. Der mutmaßliche Täter sei zuvor mit einem Messer mit neun Zentimeter langer Klinge von seiner Wohnung in den Park gelaufen. Laut einem Gutachten ist der 56-Jährige voll schuldfähig.