Wenn Schäferhund-Mix Balou kein Zuhause findet, wird er sterben

Balou lebt seit drei Jahren im Wiesbadener Tierheim und braucht jetzt dringend eine Operation. Für die Zeit danach sucht er nach einer Pflegefamilie. Findet sich niemand, muss der lebensfrohe Schäferhund-Mix eingeschläfert werden.

Wenn Schäferhund-Mix Balou kein Zuhause findet, wird er sterben

Balou ist krank. Der Schäferhund-Mix, der seit drei Jahren im Wiesbadener Tierheim lebt, hat vor Kurzem seinen zweiten Bandscheibenvorfall erlitten. Nach seiner ersten OP konnte ihn das Tierheim zwar wieder aufpäppeln, doch ein zweites Mal kann es die Reha vor Ort nicht leisten. Deshalb sucht der Tierschutzverein jetzt nach jemandem, der den lebenslustigen, fröhlichen Hund nach der OP bei sich aufnimmt. Denn findet sich niemand, dann muss Balou eingeschläfert werden.

Seinen ersten Bandscheibenvorfall hatte Balou 2018. Er wurde operiert, erholte sich mithilfe der Pfleger, der Tiertrainerin und einer Gassigeherin und konnte wieder besser laufen — doch dann der Schock: Der Schäferhund-Mix erlitt in diesem Jahr einen zweiten Bandscheibenvorfall und hat jetzt mit Flüssigkeit gefüllte Aussackungen an der Wirbelsäule.

Tierheim kann nicht genug für lebenswertes Leben leisten

„Leider sind wir zu dem Ergebnis gekommen, dass wir im Tierheim nicht genug leisten können, damit Balous Leben lebenswert bleibt.“ - Henriette Hackl, Tierschutzverein

Balou muss also wieder operiert werden. Und darauf folgt eine weitere, mindestens sechs Monate lange Therapie-Phase. „Balous Pfleger, die Tierheimleitung, unsere Hundetrainerin, die Gassigeherin sowie unsere Tierärzte — wir alle haben uns zusammengesetzt und versucht, einen Plan zu entwerfen wie die Zeit gemeistert werden kann“, erzählt die Vorsitzende des Tierschutzvereins Henriette Hackl. „Leider sind wir zu dem Ergebnis gekommen, dass wir im Tierheim nicht genug leisten können, damit Balous Leben lebenswert bleibt.“ Balou dürfte nicht mehr in der Anlage stehen, weil es zu stressig für ihn wäre. Er werde nach der OP zwar Gassi gehen können, aber im Optimalfall nur fünf kleine Runden am Tag.

Tierschutzverein übernimmt Kosten der OP und Therapie

Deshalb wäre eine Pflegestelle die beste Lösung für Balou. Jemand, der ihn aufnehmen würde, mit einem Haus oder einer Wohnung ohne Treppen, am besten mit einer Wiese vor der Haustür. Optimal wäre laut Tierheim jemand, der sich mit Hunden auskennt und bereit ist, Balou während der OP-Phase und der Reha-Zeit intensiv zu betreuen. Am besten wäre es für den Hund, wenn in dem Haushalt keine kleinen Kinder oder andere Tiere leben würden. Die Kosten für die Operation, die Nachsorge und die Physiotherapie des Hundes übernimmt der Tierschutzverein.

„Balou, der trotz seiner ‘Behinderung’ ein lebenslustiger und fröhlicher Kerl ist, will noch nicht sterben und soll es auch nicht.“ - Henriette Hackl

„Balou, der trotz seiner ‘Behinderung’ ein lebenslustiger und fröhlicher Kerl ist, will noch nicht sterben und soll es auch nicht“, sagt Henriette Hackl. Deshalb hofft sie auf die Hilfe der Wiesbadener und eine Pflegestelle für den Schäferhund-Mix: „Balou wartet ganz dringend.“

Hoffen auf eine Pflegestelle

Wer sich vorstellen kann, Balou eine Pflegestelle zu bieten, kann sich an den Tierschutzverein wenden. Entweder unter der Nummer 0611/74516 oder der E-Mail-Adresse hunde-info@tierheim-wiesbaden.de. Der Tierschutzverein bittet außerdem um Spenden, um die Kosten der Operation tragen zu können. (nl)

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