Warum gab es bei der Gibber Kerb trotz Waldbrandgefahr ein Feuerwerk?

Wegen der Waldbrandgefahr genehmigt die Stadt Wiesbaden aktuell eigentlich keine Feuerwerke. Die Gibber Kerb wurde am Montag dennoch mit einem Feuerwerk beendet. Warum hat die Stadt so entschieden?

Warum gab es bei der Gibber Kerb trotz Waldbrandgefahr ein Feuerwerk?

In den vergangenen Tagen sind in Wiesbaden immer wieder Brände ausgebrochen, die im Zusammenhang mit der extremen Trockenheit stehen (wir berichteten). Um weiteren Bränden vorzubeugen, gilt in der Stadt seit vergangener Woche die zweithöchste Waldbrandgefahr-Warnstufe. Das heißt: Die Wiesbadener müssen sich an einige Verbote halten. So gilt aktuell unter anderem ein absolutes Grillverbot auf allen öffentlichen Grillplätzen, und auf Veranstaltungen dürfen weder Feuerwerke noch Pyrotechnik gezündet werden – eigentlich.

Denn erst am Montag fand trotzdem ein großes Feuerwerk statt. Die Gibber Kerb wurde am Abend traditionell mit einem Brillantfeuerwerk beendet. Einige Merkurist-Leser können das nicht nachvollziehen:

Zwar sehen die Maßnahmen der Waldbrandgefahr-Warnstufe 4 vor, dass Feuerwerke nicht genehmigt werden, die Stadt kann aber im Einzelfall anders entscheiden. Im Fall der Gibber Kerb haben die Veranstalter das Feuerwerk wie jedes Jahr zuvor beantragt. „Dieser Antrag wurde durch die städtischen Ämter umfassend geprüft“, heißt es von der Stadt auf Anfrage. Bezüglich der Brandgefahr habe man noch am Tag des Feuerwerks einen Ortstermin mit der Feuerwehr und dem Ordnungsamt durchgeführt.

„Hierbei wurde abschließend entschieden, dass das traditionelle Feuerwerk mit einem zusätzlichen Brandsicherheitsdienst einschließlich zwei weiterer Löschfahrzeuge stattfinden kann.“ Die Kosten für den Brandsicherheitsdienst mussten vom Veranstalter selbst getragen werden.

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