An der Friedrich-Ebert-Schule in Wiesbaden hat vor kurzem ein Aktionstag zum Thema Cannabis stattgefunden. Wie die Landeshauptstadt Wiesbaden mitteilt, nahmen fünf Klassen an dem Projekt „CannabisCheck: Wissen. Einordnen. Entscheiden“ teil.
Organisiert wurde der Tag von der Fachstelle für Suchtprävention des Suchthilfezentrums und dem Gesundheitsamt Wiesbaden in Zusammenarbeit mit der Schulsozialarbeit. Ziel war es demnach, den Jugendlichen eine altersgerechte und sachliche Auseinandersetzung mit Risiken, rechtlichen Fragen und eigenen Konsumentscheidungen zu ermöglichen.
In einem zweistündigen Parcours beschäftigten sich die Schüler in Kleingruppen an drei interaktiven Stationen mit verschiedenen Aspekten rund um Cannabis. Dabei ging es um Wirkung und Risiken, die rechtlichen Rahmenbedingungen, „Safer Use“ sowie Alternativen zum Konsum. Zum Abschluss diskutierten die Jugendlichen anhand der fiktiven Geschichte „Wenn Finn kifft“ über mögliche Vor- und Nachteile von Konsum und reflektierten ihre eigene Haltung.
Raum für offene Fragen schaffen
„Wir können Jugendlichen die Entscheidung nicht abnehmen, ob und wie sie mit Cannabis umgehen. Unser Ziel ist es deshalb, ihnen verlässliche Informationen zu geben, Risiken sichtbar zu machen und sie darin zu bestärken, selbstbestimmte und für sie passende Entscheidungen zu treffen“, erklären Melanie Zeinali von der Fachstelle für Suchtprävention und Teresa Müller vom Gesundheitsamt Wiesbaden.
Der Aktionstag stieß laut Angaben der Stadt bei Schülern und Lehrkräften auf positive Resonanz. Die interaktiven Methoden hätten einen offenen Austausch ermöglicht. Schulsozialarbeiterin Sarah Theresa Gallas ergänzt: „Jugendliche brauchen keine vorgefertigten Antworten, sondern verlässliche Informationen, Raum für Fragen und die Möglichkeit, sich eine eigene Meinung zu bilden. Der ‘CannabisCheck’ hat genau diesen Raum geschaffen.“
Andere Berufsschulen in Wiesbaden, die ebenfalls Interesse an einem solchen Aktionstag haben, können sich an die Fachstelle für Suchtprävention des Suchthilfezentrums oder das Gesundheitsamt Wiesbaden wenden.