Die fünf langweiligsten Orte Wiesbadens

Die Auswahl fiel nicht leicht: In einer so lebens- und liebenswerten Stadt wie der unseren eintönige Orte zu finden, war eine Herausforderung. Wir haben uns dieser angenommen und eine nicht ganz ernst gemeinte Aufzählung erstellt.

Die fünf langweiligsten Orte Wiesbadens

Wiesbaden ist schön. Seine historischen Gebäude, die zahlreichen Parkanlagen, attraktive Ausflugsorte — nicht ohne Grund steigen jährlich die Tourismuszahlen in der hessischen Landeshauptstadt. Doch abseits von Kurhaus und Co. gibt es einige Orte und Plätze, an denen bei den Wiesbadenern regelmäßig Langeweile aufkommt. Zum Beispiel an diesen fünf:

Elsässer Platz

Blech und Asphalt auf vielen vielen Quadratmetern. Mehr hat der Elsässer Platz im Westend nicht zu bieten. Täglich reihen sich die Autos der Anwohner auf engstem Raum aneinander. Nur einmal im Jahr kommt es etwas Farbe auf den Platz. Wenn im Frühjahr das Frühlingsfest stattfindet, werden Kombis und Kleinwagen durch Karussells und Essensstände ersetzt — dann allerdings sehr zum Leidwesen derer, die in den umliegenden Straßen um eine freie Parklücke kämpfen müssen.

Bürokomplexe in Südost

Ganze Straßenzüge im Stadtteil Südost sind geprägt von Bürogebäuden. Auf mehreren Stockwerken wird dort tagein tagaus am Schreibtisch gearbeitet. In den Abendstunden hingegen, wenn alle Feierabend haben, wirkt das Viertel wie ausgestorben. Kneipen, Bistros oder schöne Spazierwege findet man zwischen den Hochhäusern nicht.

Citypassage

Eine Direktverbindung zischen der Fußgängerzone und der Schwalbacher Straße, überdacht und mit Schaufenstern links und rechts, so kann man die Citypassage in der Kirchgasse schon lange nicht mehr beschreiben. Als letzter Mieter zog die Postbank schon vor mehr als drei Jahren aus dem alten Einkaufscenter aus. Bis auf eine kurze Umnutzung während des Kunstfestivals Biennale 2018 steht das gesamt Gebäude seitdem leer. Die Zugänge sind mit Rollläden verschlossen und obwohl die Pläne für einen Abriss und eine Neugestaltung schon lange in der Schublade eines Investors liegen (wir berichteten), tut sich auf dem Gelände nichts.

Bahnsteige in Vororten

Wem eine Busfahrt zu lange dauert, der kann von Wiesbaden aus die S-Bahn nehmen. Je nach Wunschverbindung bringt einen der Zug dann schnell über die Schienen ans Ziel. Wer sich für eine Fahrt von einem der kleinen Bahnhöfe in den Vororten aus entscheidet, muss jedoch mit Langeweile rechnen. An der Bahnsteigen pfeift einem im Winter nur der Wind entgegen, die meisten Züge rattern nur durch und wenn die S-Bahn mal Verspätung hat, gibt es nicht einmal ein Café in der Nähe, wo man sich aufwärmen oder ein Getränk kaufen kann.

Staus im Berufsverkehr

Ob in der Schiersteiner Straße, auf dem Ersten Ring oder entlang der Biebricher Allee — wer auf dem Weg zur Arbeit eine der großen Verbindungsstraßen in der Stadt nehmen muss, steht regelmäßig im Stau. Für Autofahrer bedeutet das Berieselung vom Radio im Stop-and-Go-Tempo. Für Fahrgäste in den Linienbussen bieten lediglich die planmäßigen Stopps an den Haltestellen Abwechslung: Mit etwas Glück steigt nämlich jemand zu, mit dem man ein Gespräch beginnen kann.

Kennt Ihr weitere Orte in Wiesbaden, an denen die Zeit einfach nicht vorüberzugehen scheint? Dann Ergänzt sie in den Kommentaren. (ts)

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