Peter Schmidt: In der Gastronomie ist noch Platz für kreative Macher

In der Wiesbadener Gastroszene tut sich was - obwohl es hier schwerer ist als anderswo, findet der Wiesbadener freie Journalist und PR-Berater Peter Schmidt.

Peter Schmidt: In der Gastronomie ist noch Platz für kreative Macher

„Wiesbadens Gastro-Szene ist in Bewegung und der Trend ist eindeutig: Ob Restaurant, Café, Lounge oder Club; oftmals findet man alles unter einem Dach. Allerdings erwarte ich, dass in diesen gastlichen Stätten der Dreiklang aus Ambiente, Küche und Service wirklich stimmt.

Angesagtes tut sich in Wiesbaden manchmal schwer

Wenn dann noch ein paar kreative Ideen dazukommen, kann es selbst in Wiesbaden etwas werden. Denn was in anderen Städten angesagt ist, tut sich in Wiesbaden manchmal schwer. Als Marketinginstrument, aber auch um neue Gäste zu erreichen, sind außergewöhnliche Events der richtige Weg. Klar ist das für den Gastronom auch ein gewisses Risiko - dass es aber gehen kann, das zeigen ein paar Beispiele:

Spätsommer Traum

Unter dem Titel "Spätsommer Traum" hat Eva Kleser, Inhaberin des Bistro-Restaurant "Leib & Seele" ein unterhaltsames Programm – bei dem sich auch regionale Unternehmen vorstellen – zusammengestellt. Moderatorin Marion Emde wird dabei den Schauspieler Francisco Medina vorstellen. Er ist aus nationalen und internationalen Theatern, Filmen und Serien wie z.B. Winnetou, Alarm für Cobra 11 und einer festen Hauptrolle in der RTL-Soap „Alles was zählt“ bekannt und wird in Wiesbaden über seine Arbeit als Lifecoach berichten. Dazu gibt es Live Musik mit Ilka Vasquez Dautermann. Leib & Seele Küchenchef Daniel Froehlich kreiert für diesen Tag einige besondere Leckereien.

Pop-Up im Bungalow

Dem Chef der Kochwerkstatt Wiesbaden, Bernd Zehner haben wir es zu verdanken das es Pop-up-Restaurants (Restaurants auf Zeit, in denen wechselnde bekannte Köche ihre Gäste überraschen) auch in Wiesbaden gibt. Für vier Tage ( 25. 09. – 28.09.) verwandelt er die Bungalow Eventlocation in ein Steakhouse. Unterstützt wird er dabei von Maximilian Schultz, er wurde im März bei dem Kochwettbewerb „Next Chef Award“ von Promi-Koch Johann Lafer als bester Nachwuchskoch Deutschlands ausgezeichnet.

Die „Hütte“ im Osten der Stadt kann auf eine 150-jährige Tradition als Gastronomie zurückblicken. Seit 2011 leiten Jan Tiemann und Markus Hanson das Restaurant mit gemütlichem Biergarten. Sie sind bekannt für ihre gut bürgerliche, frische deutsche Küche mit regionalen Produkten zu einem angemessenen Preis-Leistungsverhältnis. Mit „Burlesque meets Cabaret“ (30.09.) starten die beiden eine neue Dinner-Show. Zum 3-Gang Menü servieren Künstler eine delikate, romantische und amüsante Show. Mit dabei: Drag Queen Marissa Sinwel und weitere Künstler.

Dinnerclub

Ein Eventkonzept mit Multiplikator haben sich Joshua Lux und Calvin Presber mit dem „Dinnerclub“ ausgedacht. Essen, Trinken, Tanzen in netter Gesellschaft und in einer Location. DJ Dr. Love verwandelt dabei das Dinner in den Club. Und zum Flirten sind diese Events ideal, denn bei Kerzenschein und ein paar Glas Wein hat man schnell das Gefühl, man wäre bei guten Freunden zum Essen. Ich finde: eine wirklich gute Idee wie Gastronomen Social Dining nutzen können.

Alles in allem tut sich also was in Wiesbaden und neue Ideen und Konzepte bringen Schwung in unsere Gastroszene!“

Peter Schmidt ist als freier Journalist und PR-Berater seit über 20 Jahren in seiner Heimatstadt Wiesbaden unterwegs. Schwerpunkte seiner Arbeit sind u.a. alles, was mit Essen & Trinken sowie Freizeit zu tun hat. Schmidt sagt über Wiesbaden: „Wen in Wiesbaden kümmert Frankfurt – man lebt nicht im neidischen Vergleich. Wiesbaden ist Wiesbaden – nicht mehr, aber auch nicht weniger!“

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