Mende: „Die Corona-Beschlüsse dürfen niemanden in falscher Sicherheit wiegen“

Oberbürgermeister und Bürgermeister richten sich an Wiesbadener

Mende: „Die Corona-Beschlüsse dürfen niemanden in falscher Sicherheit wiegen“

Nachdem am Mittwoch Lockerungen der Corona-Maßnahmen beschlossen worden waren, richten sich jetzt Oberbürgermeister Gert-Uwe Mende (SPD) und Bürgermeister Oliver Franz (CDU) mit einem Appell an die Wiesbadener. Sie erinnern in einer öffentlichen Mitteilung daran, dass die Kontaktbeschränkungen und die Abstandsregeln noch immer gelten. Außerdem informieren sie über aktuelle Maßnahmen der Stadt.

„Das öffentliche Leben kann nur in kleinen Schritten zur Normalität zurückkehren.“ - Gert-Uwe Mende, Oberbürgermeister

„In der Berichterstattung steht das Thema Lockerung der Einschränkungen im Vordergrund. Jedoch bleibt die Kontaktbeschränkung und die Hygienevorschriften weitestgehend bestehen“, appellieren Mende und Franz an die Wiesbadener sich weiterhin diszipliniert zu verhalten und nicht am kommenden Montag die Innenstadt und den ÖPNV zu überlaufen. „Die Corona-Beschlüsse dürfen niemanden in falscher Sicherheit wiegen. Das öffentliche Leben kann nur in kleinen Schritten zur Normalität zurückkehren“, so Mende weiter.

Die ernste Lage bestehe weiter, weshalb das oberste Ziel sei, neue Corona-Infektionen zu vermeiden. So hätten Bundeskanzlerin und die Ministerpräsidenten auch klar gemacht, dass, sollten die Infektionszahlen wieder steigen, die Beschränkungen an bestimmten Stellen wieder eingeführt werden könnten.

Einige Fragen offen

Die angekündigten Lockerungen am Montag müssten sich ohnehin erst einmal bewähren, da sie mit Vorgaben einher gehen. „Wie zum Beispiel das Entstehen von Warteschlangen vor Geschäften vermieden werden soll, erschließt sich mir noch nicht. Auch eine Definition, was eine Großveranstaltung ist, fehlt noch“, so Mende. „Da ist zu wünschen, dass es nicht zu 16 unterschiedlichen Länderregelungen kommt.“ Insgesamt blieben viele Fragen noch offen. Auch über die Lage in Schulen und Kitas müsse weiter gesprochen werden.

Stadt steht vor Herausforderungen

Vor allem bei der Öffnung der Schulen stehe die Stadt Wiesbaden vor einer großen Herausforderung. Der Verwaltungsstab habe beschlossen, eine Arbeitsgruppe Schule einzurichten, die sich mit der Thematik Hygieneplan und Schulbusbetrieb beschäftigt. Da der Fastenmonat Ramadan für die muslimischen Bürger der Stadt bald beginne, stehe die Stadt auch im Austausch mit den muslimischen Gemeinden. Denn auch Zusammenkünfte von Glaubensgemeinschaften dürfen weiterhin nicht stattfinden. „Es ist es weiter dringend geboten, sich auf die Vermittlung von religiösen Inhalten auf medialem Weg zu beschränken“, so Mende und Franz. Eine Maskenpflicht sei derzeit nicht in Planung. Die Stadt wolle sich an die Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts halten.

Bei all den Herausforderungen und Planungen wollen sich Mende und Franz aber auch bei den Wiesbadenern bedanken: „Unserer besonderer Dank gilt neben den Bürgerinnen und Bürgern Wiesbadens, die sich überwiegend an die Beschränkungen halten, den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in den Krankenhäusern und Ordnungskräften, aber auch den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der städtischen Verwaltung.“ (nl)

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