Raser auf der Schwalbacher Straße nerven Anwohner

Vor allem in den Abendstunden nutzen viele Autofahrer die Schwalbacher Straße aus, um richtig aufs Gaspedal zu treten. Anwohner sind genervt - vor allem vom Lärm - und schlagen vor, einen Blitzer zu installieren.

Raser auf der Schwalbacher Straße nerven Anwohner

Weil sie parallel zur Fußgängerzone verläuft, bildet die Schwalbacher Straße in der Wiesbadener Innenstadt eine wichtige Verkehrsroute. Vor allem für Autofahrer ist sie kürzeste Weg, um von einem Ende der Stadt zum anderen zu kommen. Dort ist also vor allem unterwegs, wer es eilig hat.

Raser und Lärmbelästigung

Während die Straße am Tag oft überfüllt ist, und Fußgänger zum Teil lange warten müssen, bis sie die Straße überqueren können, ist die Schwalbacher in den Abendstunden, wenn der Betrieb in Kirch- und Langgasse nachlässt, etwas leerer. Viele Autofahrer nutzen die gerade Strecke dann, um richtig Gas zu geben. Doch genau darin sehen viele Anlieger eine Gefahr. So schlägt Merkurist-Leserin Rebecca zum Beispiel vor, einen Blitzer in der Straße aufzustellen.

„Die Schwalbacher Straße ist kein Unfallschwerpunkt.“ - Felix Weidner, Dezernat für Umwelt, Grünflächen und Verkehr

Doch auch wenn Anlieger das Brummen der rasenden Autos täglich wahrnehmen, kann Felix Weidner, technischer Referent beim Dezernat für Umwelt, Grünflächen und Verkehr, beruhigen. Er sagt: „Die Schwalbacher Straße ist kein Unfallschwerpunkt.“ Aber auch Weidner weiß: „Gleichwohl kommt es dort immer wieder zu singulären Ereignissen starker Geschwindigkeitsüberschreitungen und Lärmbelästigungen.“ Damit sei die Schwalbacher Straße aber nicht alleine. Laut Weidner ist die Situation in vielen anderen Straßen - gerade in Innenstadtnähe - ähnlich.

Blitzer möglich?

In der Schwalbacher Straße, so Weidner, seien die örtlichen Gegebenheiten ungünstig, um regelmäßig, etwa an Wochenenden oder in den Nachtstunden mobile Blitzer aufzustellen. Doch weil für die aktuelle Haushaltsperiode mehr Mittel für die Ausweitung der technischen Verkehrsüberwachung zur Verfügen stehen, überlege man derzeit, an welchen Stellen in der Stadt neue Geräte aufgestellt werden könnten, kündigt Weidner an.

So werde etwa derzeit auch überprüft, ob die Ampelblitzanlage zwischen Friedrichstraße und Schwalbacher Straße für einen Umbau in Frage kommt. Dann könnte sie nicht nur Ampelsünder erwischen, die bei Rot nicht anhalten, sondern auch die Geschwindigkeiten der Autofahrer messen und teuere Bilder schießen, wenn die zu schnell unterwegs sind.

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