Schwerer Vorwurf gegen Kostheimer Kleingarten-Boss

Bis zu zehn Jahre Haft möglich

Schwerer Vorwurf gegen Kostheimer Kleingarten-Boss

Der Vorsitzende eines Kleingärtnervereins in Kostheim muss sich in einem Strafverfahren vor dem Wiesbadener Amtsgericht verantworten. Dem 51-jährigen Mainzer wird Untreue vorgeworfen.

Laut Anklageschrift wird dem Mainzer vorgeworfen, von Oktober 2019 bis Ende September 2020 als erster Vorsitzender des geschäftsführenden Vorstands des Kleingartenvereins Gelder in Höhe von 12.365 Euro veruntreut zu haben. Dem Angeklagten war die Verwaltung und Abwicklung des Vereinskontos anvertraut worden.

Im Tatzeitraum habe der Mainzer häufig Bargeld abgehoben und zweimal Mietkautionen für unterschiedliche Gartenparzellen entgegengenommen. Die Gelder soll der Angeklagte in allen Fällen für private Zwecke ausgegeben haben.

Wie die Bild berichtet, handelt es sich um die „Kleingartengemeinschaft Maaraue“ in Mainz-Kostheim. Zur Gerichtsverhandlung am Mittwoch sei der Angeklagte unentschuldigt nicht erschienen. Die Richterin habe ihm 100 Euro Ordnungsgeld aufgedrückt – und Haftbefehl erlassen. Im März soll der Prozess weitergehen. Im Falle einer Verurteilung erwartet den Mainzer eine Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu zehn Jahren.

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