82.500 Euro: Bande soll Snack-Automaten an Bahnhöfen ausgeräumt haben

Vier Komplizen mitangeklagt

82.500 Euro: Bande soll Snack-Automaten an Bahnhöfen ausgeräumt haben

Eine Diebesbande soll von Januar bis März Bargeld aus Snack- und Getränkeautomaten an Bahnhöfen geklaut haben — allein in Wiesbaden sollen sie zwölf Mal zugeschlagen haben. Jetzt müssen sich die Verdächtigen vor Gericht verantworten, die Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt hat Anklage erhoben.

Vorgeworfen wird den insgesamt fünf Verdächtigen im Alter von 22 bis 27 Jahren gewerbs- und teilweise bandenmäßiger Diebstahl von Bargeld. Hauptangeklagter ist dabei ein 22-Jähriger. Er soll bis Ende Februar 2019 bei einem Automatenaufsteller angestellt gewesen sein, und sich so Originalschlüssel und Arbeitskleidung der Firma besorgt haben. Dabei sollen ihm insgesamt vier Komplizen geholfen haben. Zusammen sollen die Männer in ganz Deutschland 464 Automaten geöffnet und das Bargeldfach leergeräumt haben. Dabei kam eine Summe von rund 82.500 Euro zusammen.

Der Hauptangeklagte und ein gleichaltriger Komplize sollen außerdem in der Nacht vom 29. auf den 30. März einen Firmenschlüssel verwendet haben, um sich Zugang zu den Lagerräumen des ehemaligen Arbeitgebers in Offenbach zu verschaffen. Dort sollen sie Hub- und Transportwagen, sowie Paletten und Kisten im Wert von rund 1500 Euro gestohlen haben.

Die Ermittlungen in dem Fall starteten Anfang 2019, als das EDV-System des Automatenaufstellers die unberechtigten Leerungen der Automaten anzeigte. Der Hauptangeklagte konnte Anfang April in Karlsruhe festgenommen werden und sitzt seitdem in Untersuchungshaft.

Hintergrund

Von den 464 Automatenleerungen fanden 97 in Hessen statt. Neben den zwölf Fällen in Wiesbaden schlug die Bande 73 mal in Frankfurt zu, neun mal in Darmstadt, zwei mal in Rüsselsheim und einmal in Weiterstadt. In Mainz wurden 23 mal Automaten aufgebrochen. Weitere Vorfälle gab es in Köln, im Saarland, Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg. (nl)

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