Bis zu 100.000 Euro Strafe: Wiesbaden verbietet Wasserentnahme

Wegen der anhaltenden Trockenheit verbietet die Stadt Wiesbaden die Wasserentnahme aus Bächen und Seen. Bei Verstößen drohen Bußgelder von bis zu 100.000 Euro.

Bis zu 100.000 Euro Strafe: Wiesbaden verbietet Wasserentnahme

Wegen der anhaltenden Trockenheit ist die Entnahme von Wasser aus Bächen, Weihern und Teichen im Wiesbadener Stadtgebiet ab Donnerstag (2. Juli) grundsätzlich verboten. Das teilt die Landeshauptstadt Wiesbaden mit.

Die Maßnahme soll die Gewässer vor weiteren ökologischen Schäden schützen. Die Wasserführung zahlreicher Wiesbadener Bäche liegt laut Stadt derzeit deutlich unter dem jahreszeitlich üblichen Niveau. Besonders betroffen seien der Wäschbach, Kesselbach und Wellritzbach. Vergleichbare Verbote hatte die Stadt bereits in den vergangenen Jahren erlassen. In den vergangenen beiden Sommern war dies aufgrund durchschnittlicher Niederschläge nicht nötig.

Hohe Strafen und wenige Ausnahmen

Verstöße gegen das Verbot können mit Bußgeldern von bis zu 100.000 Euro geahndet werden. Das Verbot gilt auch für sogenannte Anlieger, deren Grundstücke direkt an Gewässer grenzen. Ausnahmen gelten weiterhin im Rahmen des Gemeingebrauchs. So ist das Tränken von Vieh gestattet, das Schöpfen mit Handgefäßen jedoch nicht.

Die Entnahme von Wasser aus Rhein und Main mit Pumpen bleibt grundsätzlich zulässig, muss jedoch vorab bei der Unteren Wasserbehörde angezeigt werden. Für bestehende Wasserentnahmerechte gelten die bisherigen Auflagen unverändert. Die Stadt bittet die Inhaber dieser Erlaubnisse, sparsam mit Wasser umzugehen. In begründeten Einzelfällen kann die Untere Wasserbehörde auf Antrag Ausnahmen genehmigen.