Der Jahreswechsel ist in Hessen nach einer ersten Einschätzung weitgehend friedlich verlaufen. Das erklärte Innenminister Roman Poseck (CDU) mit. Hunderte Polizeibeamte seien im Einsatz gewesen. Allerdings kam es auch in diesem Jahr wieder zu Angriffen auf Einsatzkräfte.
Laut Poseck haben sich die Sicherheitskonzepte mit mehr Polizeipräsenz und verstärkten Kontrollen bewährt. Es kam zwar zu silvestertypischen Straftaten wie Schlägereien, Körperverletzungen und Bränden durch Feuerwerkskörper, größere Zwischenfälle blieben jedoch aus.
Angriffe auf Einsatzkräfte
Dennoch wurden in der Silvesternacht erneut Einsatzkräfte und ihre Fahrzeuge mit Böllern und Pyrotechnik beworfen. Nach aktuellem Stand wurden 14 Polizisten verletzt, acht von ihnen waren danach nicht mehr dienstfähig. Bei den Verletzungen handelte es sich unter anderem um eine Verbrennung am Ohr, eine Fußprellung, Augenverletzungen durch Funkenflug, eine Schulterverletzung, einen Schlag ins Gesicht und mehrere Knalltraumata.
Poseck nannte die Angriffe „völlig unverständlich und inakzeptabel“. Einsatzkräfte würden auf das Feiern verzichten, um die Sicherheit anderer zu gewährleisten. In der Nacht wurden über 2200 Personen kontrolliert und 120 festgenommen. Zudem stellten die Beamten über 100 Gegenstände sicher, darunter Schreckschusswaffen, Messer, verbotene Pyrotechnik und Betäubungsmittel.
Minister fordert härtere Strafen
Der Innenminister begrüßt den Plan der Bundesregierung, den Strafrahmen bei Übergriffen auf Einsatzkräfte zu verschärfen. „Wer Einsatzkräfte angreift, sollte aus grundsätzlich mit einer Gefängnisstrafe rechnen müssen“, so Poseck. An dieser Stelle brauche es die Härte des Rechtsstaats.
Zudem sei es aber auch wichtig, eine „Kultur des Respekts“ in der Gesellschaft zu fördern. „Einsatzkräfte sind Helden des Alltags, die rund um die Uhr für unsere Sicherheit sorgen und oft ehrenamtlich Menschenleben retten. Sie verdienen die uneingeschränkte Wertschätzung und Rückendeckung der gesamten Gesellschaft“, so der Minister.