Hütte abgebrannt, Bäume abgeschnitten: Angriffe gegen Frauensteiner Obstbauer

70 junge Kirschbäume wurden einem Obstbauer in Frauenstein über Nacht zerstört. Schon 2018 schädigten Unbekannte seinen Betrieb.

Hütte abgebrannt, Bäume abgeschnitten: Angriffe gegen Frauensteiner Obstbauer

Es war ein schockierender Anblick, der sich Mahmut Ödemis am vergangenen Wochenende bot. Vor zwei Jahren hatte sich der Wiesbadener in Frauenstein eine kleine Kirschbaumplantage angeschafft. Darunter auch 70 frisch gesetzte Jungpflanzen. Doch von diesen war nicht mehr viel übrig: „Jeder einzelne Baum wurde wohl über Nacht in der Mitte durchgeschnitten“, erzählt Ödemis.

Die Bäume im Wert von über 2000 Euro seien nun nicht mehr zu gebrauchen. Das Geld sei auch weg, so Ödemis, da es auch nicht möglich gewesen war, eine Versicherung dafür abzuschließen. Betroffen waren aber nur die Bäume auf seinem Grundstück, die der Nachbarn blieben unberührt. „Unter den Obstbauern in Frauenstein gibt es einen harten Konkurrenzkampf“, erzählt Ödemis. Er wolle zwar niemanden direkt beschuldigen, aber seit er mit seiner Familie neben den anderen Bauern an der Grorother Straße sein Obst verkaufe, werde er nicht mehr gegrüßt. „Die Konkurrenz hier ist sehr hart und unsere Geschäfte liefen sehr gut“, sagt er.

Brandanschlag auf Verkaufsstand

Der Vorfall am Wochenende war nicht der erste dieser Art. Mitten in der Kirsch-Saison im Sommer 2018 brannte sein Verkaufsstand an der Grorother Straße nieder. Die Polizei fand im Inneren Spuren von Brandbeschleunigern wie Benzin und Grillanzündern. Zudem klauten Unbekannte seine kompletten Obstvorräte. Auch damals war nur das Geschäft von Ödemis das Opfer, die Nachbarstände blieben unversehrt. Damals wie heute hatte er bei der Polizei eine Anzeige gegen Unbekannt erstattet. Zusätzlich hat er eine Belohnung in Höhe von 1000 Euro ausgesetzt für jeden, der dazu Hinweise geben kann.

Da es aber auch bei dem Fall von 2018 keine Hinweise auf einen möglichen Täter ergeben haben, ist Ödemis eher wenig optimistisch, dass der oder die Schuldigen bald gefasst werden. Aufgeben will er aber nicht: „Ich lasse mich davon nicht unterkriegen“, sagt er. Auch in Zukunft wolle er weiter Obst verkaufen. Um weiteren Anschlägen zu entgehen, überlegt er einen mobilen Verkaufsstand anzuschaffen, den er nach Feierabend in Sicherheit bringen kann. (ts)

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