Verkehrspolizei muss Situation vor Corona-Teststation an der Paulinen Klinik regeln

Einiges los war am Montagvormittag vor der Asklepios Paulinen Klinik in Wiesbaden. Mehr Menschen als sonst wollten sich dort auf das Coronavirus testen lassen. Die Verkehrspolizei musste helfen.

Verkehrspolizei muss Situation vor Corona-Teststation an der Paulinen Klinik regeln

Als Merkurist-Leser Phil am Montagvormittag an der Asklepios Paulinen Klinik in Wiesbaden vorbeigefahren ist, traute er seinen Augen kaum. Schätzungsweise 100 Menschen standen dort auf dem Bürgersteig, auch die Verkehrspolizei war vor Ort. „Auf Entfernung dachte ich zuerst an eine Kontrollstelle. Dann habe ich gesehen, dass es sich dabei um eine ewig lange Schlange handelt von Menschen die zum Krankenhaus anstehen“, schildert er seine Beobachtung. „Da ich jeden Tag vorbeifahre, kann ich sagen, dass das absolut unüblich ist.“ Was war dort los?

Anstehen für Corona-Test

„Wir sind dort grundsätzlich im Einsatz, wenn wir gebraucht werden, um die Verkehrssicherung an der Corona-Teststelle sicherzustellen“, erklärt Michael Zollmann, Leiter der kommunalen Verkehrspolizei. Wer eine Überweisung von einem Arzt oder dem Ärztlichen Bereitschaftsdienst bekommen hat, kann sich dort an der Klinik auf das Corona-Virus testen lassen. Ohne Termin — man stellt sich einfach an. Direkt in Wiesbaden ist sie mittlerweile die einzige Teststelle ihrer Art, ansonsten gibt es nur noch einige Arztpraxen, die Tests durchführen. Zuvor hatte auch die Laborarztpraxis auf der Bierstadter Höhe in einem Drive-In Tests angeboten. Seit Montag macht sie allerdings vorerst keine Abstriche mehr — zu groß war der Andrang.

„Heute war besonders viel los.“ - Michael Zollmann, Verkehrspolizei

Und das scheint sich auf die Teststelle vor der Asklepios Paulinen Klinik an diesem Montag ausgewirkt zu haben. „Heute war besonders viel los“, so Zollmann. „Die Schlange hat sich von der Klinik bis zur Charles-de-Gaulle-Straße gezogen.“ Deshalb habe die Verkehrspolizei eingegriffen, damit die Anstehenden an der Straße geschützt stehen und andere Verkehrsteilnehmer wie Fußgänger weiterhin den Bürgersteig nutzen konnten.

99 Tests an einem Tag

„Alle Personen, die Anspruch auf einen Test hatten, konnten getestet werden.“ - Sprecher Kassenärztliche Vereinigung

Wie viele Personen tatsächlich am heutigen Montag vor Ort waren, ist noch nicht klar. Gestest wurden laut einem Sprecher der Kassenärztlichen Vereinigung, die die Teststation betreibt, insgesamt 99 Personen. Der Sprecher stuft das als „hohe Inanspruchnahme“ der Teststelle ein. „Überraschend ist das an einem Montag allerdings nicht, da Samstag und Sonntag klassische Rückreisetage sind.“ Dennoch: „Alle Personen, die Anspruch auf einen Test hatten, konnten getestet werden.“ Am Samstag, als die Testpflicht für Reiserückkehrer aus Risikogebieten in Kraft trat, sei der Andrang mit 62 Tests hingegen überschaubar gewesen. Die Kassenärztliche Vereinigung zieht am Montag aus organisatorischer Sicht ein positives Fazit, schätzt jedoch, dass der Ansturm auf die Tests in der kommenden Zeit noch anhalten wird. (js)

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