Sommer Gastronomie am Rhein könnte schon in diesem Jahr starten

Um die Ufer an Rhein und Main aufzuwerten, plant die Stadt Wiesbaden eine Ausweitung des Gastronomieangebots. Für eine Testphase sind erste Stände geplant

Sommer Gastronomie am Rhein könnte schon in diesem Jahr starten

Wer in Wiesbaden lebt, hat es echt gut. Mit dem Rhein als auch dem Main liegt die hessische Landeshauptstadt an zwei der schönsten Flüsse Deutschlands, was viele gerne in ihrer Freizeit für einen kleinen Ausflug nutzen. Wer aber bei seinem Spaziergang am Ufer ein Eis essen oder etwas trinken möchte hat ein Problem, denn es gibt entlang der Flussufer nur wenig Gastronomiestände. Das will die Rathaus-Kooperation jetzt ändern und hat in der Stadtverordnetenversammlung einen entsprechenden Antrag eingebracht.

Testphase im Sommer

„Das Angebot am Wasser ist zu dünn aufgestellt“, erklärt Eberhard Seidensticker von der CDU Fraktion. Um die Attraktivität der Flussufer sowohl für Anwohner als auch Touristen zu verbessern, schlägt seine Fraktion daher vor, das Gastronomieangebot auszubauen. Konkret geht es etwa um die Bereiche am Schiersteiner Hafen, wo die Pläne der SEG für eine dauerhafte Gastronomie ins Stocken geraten sind. Dazu das neu gestaltete Kransandgelände in Kastel, der Biebricher Zollspeicher sowie der Marina Rheinport vor Amöneburg.

Schon in diesem Sommer sollen dort erste kleinere Getränke- und Essensstände aufgebaut werden. „Zunächst mal als Testprojekt um zu sehen, wie es angenommen wird“, erklärt Seidensticker. Monika Heller von der SPD-Fraktion begrüßte den Vorschlag. Dadurch würde auch der Wirtschaftsstandort Wiesbaden gestärkt werden. Es solle aber niemand durch das Angebot zum „Konsumzwang“ aufgefordert werden, ergänzte ihr Parteikollege Dennis Volk-Borowski. Auch wer die Flussufer für ein Picknick mit selbst mitgebrachtem Essen nutzen will, soll einen Platz bekommen.

Des Weiteren waren sich alle Fraktionen darüber einig, dass eine Erweiterung des Gastronomieangebots nur mit einem vernünftigen Verkehrskonzept sinnvoll sei. Heller verweist etwa auf die Bastion Schönborn in Kastel, wo es jetzt schon zu wenig Parkplätze gebe. Dazu fehlen dem Antrag noch weitere wichtige Details, wie etwa der Bau neuer Sanitäranlagen an den Ständen. Wie und wann die Wiesbadener die neuen Gastronomiestände an den Flussufern genießen können, steht momentan noch in den Sternen, der Antrag wurde zunächst in den zuständigen Ausschuss überwiesen. (js)

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