Sven Gerich nimmt Abschied bei Facebook

Mit einem Video verabschiedet sich Sven Gerich von den Wiesbadenern. Das Rathaus wird er zwar verlassen, doch aus Wiesbaden wird er so schnell nicht verschwinden.

Sven Gerich nimmt Abschied bei Facebook

Als „Facebookbürgermeister“ hat sich Sven Gerich (SPD) während seiner sechs Jahre Amtszeit bei den Wiesbadenern einen Spitznamen eingeholt. Soziale Medien nutzte er als Stadtoberhaupt täglich. Auf seiner Facebookseite postete er Fotos und kurze Berichte über seine Termine, über Neuigkeiten aus dem Rathaus und über Menschen, die er in Wiesbaden kennen lernte.

Letztes Video

In die Woche startete Gerich dabei mit regelmäßigen Videos aus seinem Büro. Darin gab er einen Überblick über alle Termine, die in seinem Kalender standen, und verschickte Grüße an die Wiesbadener. Mit einem solchen Post verabschiedete er sich am Sonntagmittag von den Bürgern.

„Dankeschön für sechs wunderbare Jahre.“ - Sven Gerich

„Dankeschön für sechs wunderbare Jahre hier in den sozialen Medien. Es hat Spaß gemacht, mich hier mit Ihnen auszutauschen“, fasst er zusammen. Denn Gerich pflegte nicht nur seine regelmäßigen Postings, sondern beantwortete auch Fragen über die Nachrichtenfunktion und reagierte auf Kommentare. „Ich bin dankbar für Lob, Anregung, für Kritik und persönliche Nachrichten“, zieht er im letzten Video Bilanz.

Weil am Montag Gerichs letzter Tag als amtierender Oberbürgermeister ist, bevor am Dienstag sein Nachfolger Gert-Uwe Mende (SPD) übernimmt, wird die Stadt die offizielle Facebookseite Gerichs abschalten. „Sie haben aber jederzeit die Möglichkeit, mir auf meiner privaten Seite zu folgen“, lädt Gerich ein.

Pläne für die Zukunft

In seiner Abschiedsrede im Rathaus verkündete er am Samstag, dass er zwar das Rathaus, nicht aber die Stadt Wiesbaden verlassen wird. Bei großen Festen, aber auch in der Innenstadt, wird er sich weiterhin sehen lassen. Seine Wohnung wolle er behalten, auch wenn er Medienberichten zufolge beruflich bald bei einer Sicherheitsfirma in Frankfurt als Geschäftsbereichleiter tätig sein wird. Außerdem bekommt er eine lebenslange Pension von 35 Prozent seiner OB-Gehaltes. Medienberichten zufolge handelt es sich dabei um eine monatliche Summe von rund 4300 Euro.

Ob Gert-Uwe Mende die regelmäßigen Videos einführen wird, wisse er noch nicht, verriet der Nachfolger einige Tage vor Amtsantritt im Interview mit Merkurist. Soziale Medien wolle er aber auf jeden Fall zum direkten Austausch mit den Bürgern nutzen. (df)

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