Ein 65-jähriger Mann aus Wiesbaden muss sich vor dem Amtsgericht in Wiesbaden verantworten. Die Anklage wirft ihm Misshandlung von Tieren, gefährliche Körperverletzung und Bedrohung vor.
Anklage beschreibt zwei Vorfälle
Laut Anklageschrift soll der Mann am 29. November 2024 im Goldsteintal auf eine Frau getroffen sein, die mit ihren beiden Hunden spazieren ging. Weil die Frau der Aufforderung, ihre Hunde anzuleinen, nicht nachgekommen sei, habe der Angeklagte mit voller Wucht gegen einen der Hunde getreten. Das Tier sei daraufhin jaulend und mit erheblichen Schmerzen am Wegrand liegen geblieben. Als die Hundehalterin den Mann zur Rede stellte, soll dieser einen größeren Ast aufgehoben, ihn über dem Kopf der Frau geschwenkt und sie als „billige Hure und Jägerfotze“ beschimpft haben.
Zu einem weiteren Vorfall soll es am 9. Februar 2024 auf einem Feldweg in Richtung Kloppenheim gekommen sein. Dort sei der Angeklagte einer Gruppe von vier Frauen begegnet, die mit ihren Hunden unterwegs waren. Laut Anklage schlug der Mann im Vorbeigehen einer der Frauen gezielt mit einem Walkingstock gegen den Oberarm. Die Frau erlitt demnach einen massiven Bluterguss und starke Schmerzen. Die Hunde bezeichnete er als „Drecksköter und Scheißhunde“.
Für das Verhalten des Angeklagten habe es in beiden Fällen keinen Grund gegeben, so die Anklage. Die Hauptverhandlung in dem Verfahren findet am 17. September 2026 um 10 Uhr statt.