Im Ehestreit: Mann zündet gemeinsame Wohnung an

Zwei Personen verletzt

Im Ehestreit: Mann zündet gemeinsame Wohnung an

Weil er seine Wohnung in einem Mehrfamilienhaus in Brand steckte, muss sich ein 37 Jahre alter Wiesbadener vor dem Amtsgericht in Wiesbaden verantworten. Die Wiesbadener Staatsanwaltschaft wirft ihm Brandstiftung sowie Körperverletzung vor.

Laut Anklage soll sich der 37-Jährige am 16. Juni 2019 mit seiner Ehefrau gestritten haben. Aus Wut über den Streit soll er dann eine Matratze im Schlafzimmer der gemeinsamen Wohnung im zweiten Stock eines Mehrfamilienhauses angezündet haben. Seine Frau war zu dem Zeitpunkt nicht in der Wohnung.

Anschließend verließ er die Wohnung, ohne zuvor das Feuer zu löschen. Der Angeklagte soll seine Ehefrau vor der Tat per Whatsapp darüber informiert haben, in dem er ihr geschrieben habe: „Glaube mir, ich habe Öl gekauft von der Tankstelle. Ich mach die Wohnung kaputt!“ Ein Nachbar sowie der Hausmeister des Hauses waren dann über einen Rauchmelder auf den Brand aufmerksam geworden.

Über den Zentralschlüssel des Hausmeisters kamen dann beide in die völlig verrauchte Wohnung. Der Brand habe gelöscht und dadurch ein Übergreifen auf Wände und Boden verhindert werden können. Hausmeister und Nachbar zogen sich bei der Löschaktion Rauchvergiftungen zu. Der Hauptverhandlungstermin des Verfahrens findet am 2. Dezember vor dem Wiesbadener Amtsgericht statt. (ts)

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