Autofahrer bringt Jungen mit Bremsmanöver zu Fall und schlägt zu

Drei Monate Fahrverbot

Autofahrer bringt Jungen mit Bremsmanöver zu Fall und schlägt zu

Weil er einen Jugendlichen Radfahrer mit seinem Auto zuerst zu Fall gebracht und dann geschlagen hatte, ist ein 31-Jähriger vom Wiesbadener Amtsgericht zu einer Geldstrafe in Höhe von 2100 Euro verurteilt worden. Gleichzeitig erhielt er ein Fahrverbot von drei Monaten.

Der 31-Jährige war im Juli 2019 mit seinem Auto in der Schultheißstraße in Bierstadt unterwegs, ebenso wie zwei Jugendliche im Alter von 13 und 14 Jahren auf ihren Fahrrädern. Als der 31-Jährige die beiden überholen wollte, fuhr er so dicht an ihnen vorbei, dass der rechte Außenspiegel seines Wagens einen der Jungen nur knapp verfehlte. Um dem Auto auszuweichen, musste der Junge scharf bremsen.

Aus Wut auf die Fahrweise des 31-Jährigen rief der Junge ihm dann die Worte „Was soll das Du Penner?“ zu. Daraufhin vollzog der Autofahrer eine Vollbremsung unmittelbar vor dem Rad des zweiten Jungen. Dieser stürzte und zog sich Schürfwunden am rechten Knie zu. Der Autofahrer verließ seinen Wagen und wollte die beiden Jungen zur Rede stellen. Nachdem er herausfand, wer von beiden ihn beleidigte hatte, schlug er ihm mit den Worten “Normalerweise schlage ich keine Kinder, aber bei dir mache ich eine Ausnahme“ mit der Flachen Hand ins Gesicht. Danach entfernte er sich vom Unfallort, ohne sich um die Jungen zu kümmern.

Die Jugendrichterin war von der Schuld des Angeklagten überzeugt und verurteilte ihn zu einer Geldstrafe von 70 Tagessätzen in Höhe von 30 Euro (2100 Euro). Als Besinnungsstrafe entschied sie weiterhin auf ein Fahrverbot von 3 Monaten. (ms)

Logo