80-Jähriger schlägt Nachbarn mit Holzstück wegen lauter Gartenarbeit

Nachbarschaftsstreit eskaliert und landet vor Gericht

80-Jähriger schlägt Nachbarn mit Holzstück wegen lauter Gartenarbeit

Ein 80-jähriger Wiesbadener muss sich Ende Mai wegen Körperverletzung vor dem Wiesbadener Amtsgericht verantworten. Er schlug mehrfach mit einem Holzstück auf seinen Nachbarn ein, weil er sich durch dessen Rasenmäher gestört gefühlt hatte. Die Verhandlung startet am 20. Mai.

Der Streit zwischen den beiden Nachbarn bestand schon länger, heißt es in einem Schreiben des Amtsgerichts. Am 13. Mai 2019 folgte dann der negative Höhepunkt. An diesem Tag mähte der Nachbar des Angeklagten seinen Rasen. Das störte den 80-Jährigen jedoch. Als sein Nachbar seiner Aufforderung nicht nachging, mit dem Rasenmähen aufzuhören, bespritzte der Angeklagte ihn zunächst mit seinem Gartenschlauch. Weil sein Nachbar auch darauf nicht reagierte, trat der 80-Jährige einen Teil des Gartenzauns nieder, betrat das Grundstück nebenan und bewaffnete sich mit einem 1,5 Meter langen Holzstück.

Mit diesem schlug er mehrfach auf seinen Nachbarn ein und ließ ihn verletzt am Boden zurück. Der Geschädigte erlitt eine Platzwunde am Kopf und zahlreiche Prellungen. Er musste zwei Tage lang zur Behandlung in ein Krankenhaus.

Wie sich herausstellte, war der Angeklagte zum Tatzeitpunkt stark alkoholisiert und litt an einer bereits diagnostizierten Amnesie. Dadurch war seine Steuerungsfähigkeit erheblich vermindert, so das Gericht.

Mit welcher Strafe der Mann zu rechnen hat, wird sich vor Gericht zeigen. Die Hauptverhandlung in dieser Sache findet am 20.Mai um 11 Uhr im Wiesbadener Amtsgericht statt. (js)

Logo